22.09.2026
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Enterprise Service Management

Kontrolle über Daten reicht nicht: Die unterschätzte Dimension digitaler Souveränität

Dies ist der letzte Beitrag unserer Blogreihe zur digitalen Souveränität. In den bisherigen Artikeln haben wir beleuchtet, wie Unternehmen und Behörden moderne Cloud-Technologien nutzen können, ohne die Kontrolle über Daten, Betriebsmodelle und regulatorische Anforderungen zu verlieren. Doch digitale Souveränität endet nicht bei der Infrastruktur. Sie zeigt sich vor allem dann, wenn Organisationen Risiken beherrschen, regulatorische Vorgaben umsetzen und auch in Ausnahmesituationen handlungsfähig bleiben. Genau dieser oft unterschätzte Aspekt steht im Mittelpunkt des OpenText-Ansatzes.

Heike Abels
Referentin für Unternehmenskommunikation

Key Takeaways

  • Digitale Souveränität bedeutet, auch in kritischen Situationen handlungsfähig zu bleiben.
  • Dazu gehören neben Datenhoheit auch Governance, Risiko- und Prozesssteuerung.
  • OpenText und Materna unterstützen Organisationen mit flexiblen Betriebsmodellen und integrierten Governance-Ansätzen.

Digitale Souveränität wird häufig zu eng gedacht

Wer über digitale Souveränität spricht, denkt zunächst an Datenstandorte, Cloud-Anbieter oder die Frage, in welchem Land ein Service betrieben wird. Diese Aspekte sind zweifellos wichtig, sie beantworten jedoch nur einen Teil der eigentlichen Herausforderung.

Organisationen müssen heute deutlich mehr leisten: Sie sollen regulatorische Vorgaben erfüllen, ihre Geschäftsprozesse zuverlässig absichern, Risiken bewerten und gleichzeitig flexibel auf Veränderungen reagieren können. Hinzu kommen neue Anforderungen durch Cybersicherheitsvorgaben, steigende Compliance-Anforderungen und die zunehmende Vernetzung von Geschäfts- und IT-Prozessen.

Aus unserer Sicht entscheidet sich digitale Souveränität deshalb nicht allein bei der Wahl einer Plattform. Sie zeigt sich ebenso darin, ob Organisationen ihre Prozesse, Verantwortlichkeiten und Risiken dauerhaft unter Kontrolle behalten.

Das passende Betriebsmodell statt einer Standardlösung

Der Weg zu mehr digitaler Souveränität sieht nicht für jede Organisation gleich aus, da sich Schutzbedarfe, regulatorische Anforderungen und gewachsene IT-Landschaften erheblich unterscheiden.

OpenText unterstützt unterschiedliche Bereitstellungsmodelle, darunter Cloud-, Private-Cloud- und On-Premises-Szenarien. Darüber hinaus können Lösungen auch in einem von Materna betriebenen Umfeld bereitgestellt werden. Dadurch lassen sich technische und organisatorische Anforderungen mit den jeweiligen Governance- und Compliance-Vorgaben in Einklang bringen.

Entscheidend ist dabei weniger die Wahl eines bestimmten Betriebsmodells als die Möglichkeit, die eigene IT-Landschaft entsprechend den individuellen Anforderungen weiterzuentwickeln. Digitale Souveränität bedeutet letztlich, selbst bestimmen zu können, welche Form der Kontrolle und Steuerung erforderlich ist.

Handlungsfähigkeit entsteht durch Transparenz

Die eigentliche Bewährungsprobe für digitale Souveränität findet selten im Normalbetrieb statt. Sie zeigt sich vielmehr dann, wenn neue regulatorische Anforderungen umgesetzt werden müssen, Sicherheitsvorfälle auftreten oder kritische Geschäftsprozesse gefährdet sind.

In solchen Situationen benötigen Verantwortliche verlässliche Informationen: Welche Services sind betroffen? Welche Abhängigkeiten bestehen? Welche Auswirkungen hätte ein Ausfall? Und welche Maßnahmen müssen eingeleitet werden?

Service-Management-Plattformen helfen dabei, Prozesse, Services und Verantwortlichkeiten nachvollziehbar abzubilden und so die Grundlage für fundierte Entscheidungen zu schaffen. Transparenz wird damit zu einem wichtigen Baustein, um in komplexen IT- und Prozesslandschaften handlungsfähig zu bleiben.

Risiken und Resilienz gehören zur digitalen Souveränität

Je stärker Organisationen von digitalen Prozessen abhängig sind, desto wichtiger werden Risiko- und Business Continuity Management. Wer digitale Souveränität erreichen möchte, muss nicht nur wissen, wo Daten liegen, sondern auch die Fähigkeit besitzen, Risiken frühzeitig zu erkennen und auf Störungen vorbereitet zu sein.

Genau hier setzt ein weiterer Schwerpunkt der OpenText-Lösungen an. Materna hat auf Basis von OpenText Service Management eigene Erweiterungen entwickelt, die Organisationen bei Themen wie Risikomanagement und Business Continuity Management unterstützen. Dazu gehören Funktionen, mit denen sich Risiken erfassen, kritische Prozesse identifizieren und Maßnahmen für Notfall- und Krisensituationen strukturieren lassen.

Der Mehrwert liegt dabei nicht in isolierten Einzelwerkzeugen. Entscheidend ist die Verbindung dieser Themen mit den operativen Service-Management-Prozessen. So können Risiken, Governance-Anforderungen und betriebliche Abläufe gemeinsam betrachtet werden.

Technologie und Prozesse gemeinsam denken

Digitale Souveränität lässt sich nicht allein durch Technologie herstellen. Ebenso wichtig sind klare Verantwortlichkeiten, belastbare Prozesse und ein Betriebsmodell, das zur jeweiligen Organisation passt.

Materna begleitet Unternehmen und Behörden seit vielen Jahren bei der Einführung und Weiterentwicklung von Service-Management-Lösungen. Die Auszeichnung als OpenText „Partner of the Year“ im Bereich Observability & Service Management unterstreicht diese Expertise. Nach Angaben von Materna wurde dabei insbesondere die langjährige Erfahrung im Service-Management-Umfeld sowie die Entwicklung innovativer Erweiterungen für regulatorische Anforderungen gewürdigt. 

Für Organisationen bedeutet das: Im Mittelpunkt steht nicht allein die Implementierung einer Plattform. Entscheidend ist vielmehr die Gestaltung eines Gesamtkonzepts, das Technologie, Prozesse und Governance sinnvoll miteinander verbindet.

Digitale Souveränität bedeutet, handlungsfähig zu bleiben

Die Beiträge dieser Blogreihe haben gezeigt, dass digitale Souveränität viele Facetten besitzt. Datenhoheit, geeignete Cloud-Modelle und regulatorische Sicherheit bleiben wichtige Voraussetzungen. Dauerhaft handlungsfähig werden Organisationen jedoch erst dann, wenn sie auch ihre Prozesse, Risiken und Abhängigkeiten beherrschen.

Genau hier setzt die Verbindung von OpenText Service Management und den ergänzenden Materna-Lösungen für Risikomanagement, Business Continuity und regulatorische Anforderungen an. Sie unterstützt Organisationen dabei, operative Prozesse und Governance-Anforderungen gemeinsam zu betrachten und ihre Handlungsfähigkeit langfristig zu stärken. 

Damit führt der OpenText-Ansatz einen Gedanken fort, der sich durch die gesamte Blogreihe zieht: Digitale Souveränität ist kein Zustand, der einmal erreicht wird. Sie ist die kontinuierliche Fähigkeit, technologische, organisatorische und regulatorische Veränderungen selbstbestimmt zu gestalten und auch unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen handlungsfähig zu bleiben.

 

Weitere Beiträge der Blogreihe

Teil 1: Cloud-Souveränität – Erfolgsfaktor für moderne IT- und Enterprise-Service-Plattformen

Teil 2: Von Cloud First zu Sovereignty First: Die Spielregeln der Cloud verändern sich

Teil 3: Von der Strategie zur Umsetzung: Wie souveräne Cloud-Plattformen digitale Unabhängigkeit ermöglichen

 

Weitere Informationen

OpenText

OpenText - Service Management

Heike Abels
Referentin für Unternehmenskommunikation

Heike Abels arbeitet bei Materna als Referentin für Unternehmenskommunikation. Sie betreut redaktionell verschiedene Formate für die externe Kommunikation. Thematischer Schwerpunkt ist der Bereich Cross Market Services. Dazu zählen Enterprise Service Management, Customer Service und Cyber Security.