04.02.2025
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Push-Government: Mit proaktiven Lösungen zu mehr Effizienz in der Verwaltung

Die digitale Transformation bietet der öffentlichen Verwaltung viele Chancen, Prozesse zu verbessern und den Service für Bürger:innen zu optimieren. Push-Government ebnet den Weg zu einer proaktiven Bereitstellung von Verwaltungsleistungen – und das nicht nur für die Bürger:innen, sondern auch für die Mitarbeitenden in der Verwaltung, die so von entlastenden, automatisierten Prozessen profitieren.

Frank Zettler
Senior Consultant

Traditionell sind Verwaltungsdienstleistungen häufig an Anträge gebunden: Leistungen wie Kindergeld, Wohngeld oder Personalausweise werden erst nach einer aktiven Anfrage gewährt. Dieser Ansatz führt oft zu langen Wartezeiten und einem hohen bürokratischen Aufwand. Mit Push-Government wird dieser Prozess grundlegend neu gestaltet: Staatliche Leistungen werden automatisch und bedarfsgerecht angeboten – noch bevor Bürger:innen einen Antrag stellen müssen.

Durch diese proaktive Bereitstellung werden nicht nur bürokratische Hürden abgebaut, sondern auch Fristen besser eingehalten und individuelle Bedürfnisse frühzeitig berücksichtigt. So unterstützt der Staat seine Bürger:innen passgenau und verringert gleichzeitig die administrativen Belastungen.

Mehr Effizienz und Entlastung

Ein wesentlicher Vorteil des Push-Government-Ansatzes liegt in der Entlastung der Verwaltungsmitarbeitenden. Routineaufgaben können durch automatisierte Prozesse effizient abgewickelt werden, sodass die Mitarbeitenden mehr Kapazitäten für komplexe und individuelle Anliegen haben. Diese Entlastung ist insbesondere im Hinblick auf den Fachkräftemangel ein wichtiger Pluspunkt für die gesamte Verwaltung.

Die wichtigsten Vorteile im Überblick:

  • Reduzierung bürokratischer Prozesse: Automatisierte Abläufe verringern den administrativen Aufwand.
  • Schnellere Bearbeitungszeiten: Digitale Prozesse ermöglichen eine zügige Abwicklung von Verwaltungsaufgaben.
  • Mehr Transparenz und Individualität: Mithilfe moderner Technologien wie KI und Big Data werden Dienstleistungen passgenau auf die Bedürfnisse der Bürger:innen zugeschnitten.
  • Entlastung der Mitarbeitenden: Durch den Wegfall repetitiver Aufgaben bleibt mehr Zeit für beratende und lösungsorientierte Tätigkeiten.

Herausforderungen im digitalen Wandel und ihre Lösungen

Natürlich bringt der Übergang zu einer proaktiven Verwaltung auch Herausforderungen mit sich. Datenschutz, technische Infrastruktur und die komplexe föderale Struktur müssen in den Blick genommen werden. Ebenso gilt es, mögliche Vorbehalte gegenüber automatisierten Prozessen abzubauen.

Hier setzen moderne Lösungsansätze an:

  • Freiwillige Opt-out-Modelle: Bürger:innen können selbst entscheiden, ob sie in den proaktiven Service eingebunden werden möchten.
  • Nutzer:innengerechte Gestaltung: Hochwertige, intuitive digitale Angebote schaffen Vertrauen – vergleichbar mit dem Komfort, den viele beim Online-Shopping erleben.
  • Innovative Technologien: Der gezielte Einsatz von KI, Machine Learning und Big Data ermöglicht eine flexible und skalierbare Umsetzung des Push-Government-Konzepts.

Acht Schlüsseldimensionen für eine erfolgreiche Umsetzung

Der Erfolg von Push-Government beruht auf einer Reihe von zentralen Bausteinen, die gemeinsam einen nachhaltigen Wandel in der Verwaltung ermöglichen:

  1. Bedarfsorientierte Leistungsauswahl: Die Identifikation und Priorisierung von Leistungen erfolgt aus der Perspektive der Bürger:innen.
  2. Proaktive Zielgruppenansprache: Automatisierte Systeme gleichen Voraussetzungen ab und bieten gezielt relevante Informationen und Leistungen an.
  3. Best-Practice-Ansätze: Erfahrungen aus erfolgreichen EU-Projekten ermöglichen schnelle und effektive Erfolge.
  4. Moderne Analyse- und KI-Plattformen: Technologien aus der Cloud bieten flexible und zukunftssichere Services.
  5. Optimierte Interaktion: Maßgeschneiderte digitale Dienstleistungen vereinfachen die Kommunikation zwischen Staat und Bürger:innen.
  6. Verkürzte Bearbeitungszeiten: Effiziente Automatisierung reduziert die Zeit bis zum Abschluss von Verwaltungsprozessen.
  7. Bürokratieabbau: Weniger administrative Hürden fördern die Teilhabe an staatlichen Leistungen und stärken das Vertrauen.
  8. Interne Modernisierung: Auch die internen Strukturen der Verwaltung, etwa in den Bereichen Datenschutz, Technologie und Datenvernetzung, werden kontinuierlich weiterentwickelt.

Fazit: Mit Push-Government zu einer bürger:innen- und mitarbeitendenfreundlichen Verwaltung

Push-Government steht für einen zukunftsweisenden Ansatz in der öffentlichen Verwaltung, der Verwaltungsdienstleistungen proaktiv, effizient und nutzer:innengerecht bereitstellt. Durch die automatisierte Bereitstellung von Leistungen profitieren nicht nur die Bürger:innen, sondern auch die Mitarbeitenden in der Verwaltung, die von der Entlastung bei Routineaufgaben und der Möglichkeit, sich auf komplexe Anliegen zu konzentrieren, profitieren.

Der digitale Wandel birgt enormes Potenzial: Transparente, schnelle und personalisierte Dienstleistungen stärken das Vertrauen in den Staat und tragen zu einer modernen Verwaltung bei. Mit einem etablierten KI- und Technologie-Ökosystem sowie erfahrenen Teams ist der Push-Government-Ansatz von Materna und Infora der ideale Schlüssel, um die öffentliche Verwaltung zukunftssicher zu gestalten – für alle Beteiligten.

Frank Zettler
Senior Consultant

Frank Zettler arbeitet als Senior Consultant bei Maternas Tochterunternehmen Infora. Seine Schwerpunkte sind die Digitalisierung öffentlicher Verwaltungen mit Schwerpunkt auf E-Akte, Geschäftsprozesse, digitale Souveränität, Organisationsentwicklung und KI-Integration.

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