Generative KI

Generative KI (auch bekannt als generative künstliche Intelligenz, Generative AI oder GenAI) bezeichnet Systeme, die auf Basis vorhandener Daten eigenständig neue Inhalte entwickeln. Sie erkennen Muster, verallgemeinern Wissen und erzeugen daraus Texte, Bilder oder Programmcode. Damit verändert sich die Rolle künstlicher Intelligenz: Sie wird zunehmend kreativ und gestalterisch.

Diese Seite erläutert, wie generative Modelle funktionieren, welche Chancen und Risiken sie bieten und wie Unternehmen die Technologie strategisch in ihre Prozesse integrieren können.

Was ist generative KI?

Generative künstliche Intelligenz (KI), teilweise auch GenAI genannt, bezeichnet Systeme, die in der Lage sind, neue und originelle Inhalte zu erzeugen. Dazu zählen Texte, Bilder, Videos, Musik oder Softwarecode. Im Gegensatz zu klassischen KI-Verfahren, die Daten analysieren, klassifizieren oder Vorhersagen treffen, nutzt generative KI vorhandene Informationen, um daraus etwas Neues zu schaffen.

Ein typisches Beispiel ist ein Sprachmodell, das auf Grundlage von Milliarden Wörtern neue, sinnvolle Sätze formuliert. Ähnlich funktionieren Bildgeneratoren, die aus einer Textbeschreibung ein passendes Motiv erschaffen.

Entwicklung und Hintergrund

Die Idee, Maschinen das Erzeugen neuer Daten zu lehren, ist nicht neu. Bereits in den 1990er-Jahren arbeiteten Forschende an probabilistischen Modellen, die einfache Muster erkennen und reproduzieren konnten. Der eigentliche Durchbruch kam jedoch mit dem Deep Learning: Ab etwa 2013 machten neuronale Netzwerke wie Variational Autoencoder (VAE) oder Generative Adversarial Networks (GANs) beeindruckende Fortschritte bei der realistischen Erzeugung von Bildern und Klängen.

Ein nächster großer Schritt war die Entwicklung sogenannter Transformer-Modelle, die ab 2017 eine neue Ära in der Sprachverarbeitung einleiteten. Diese Modelle können große Datenmengen parallel verarbeiten und sind die Grundlage für Systeme wie GPT. Heute ermöglichen Large Language Models (LLMs) wie GPT-4 oder Gemini es, Sprache, Code oder sogar Bilder zu generieren – und damit ganze Arbeitsprozesse zu verändern.

Auch aus wirtschaftlicher Perspektive sind die Auswirkungen enorm: Laut einer Studie von McKinsey & Company könnte generative KI jährlich einen Wertbeitrag von 2,6 bis 4,4 Billionen US-Dollar bieten – allein durch 63 untersuchte Anwendungsfälle.¹ Zudem zeigen Umfragen, dass bereits 65 % der Organisationen generative KI regulär nutzen, was die rasche Verbreitung deutlich macht.² Dies erklärt auch fortlaufend steigende Investitionen in Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Bereich generativer Modelle, welche im Jahr 2024 um 18,7% auf 33,9 Mrd. US-Dollar anstiegen.³

Wodurch zeichnet sich generative KI aus?

Charakteristisch für generative KI ist ihre Fähigkeit, Muster aus vorhandenen Daten zu verstehen und daraus neue Inhalte abzuleiten. Sie imitiert also nicht, sondern kombiniert, verallgemeinert und rekombiniert Wissen aus dem Training.

Ein weiteres Merkmal ist die Eingabeabhängigkeit: Nutzer:innen steuern die Ergebnisse über sogenannte Prompts – also Texteingaben, die den gewünschten Inhalt beschreiben. Dadurch können generative Systeme sehr flexibel auf Anforderungen reagieren.

Zudem ist generative KI multimodal. Sie kann Informationen aus unterschiedlichen Quellen – etwa Text, Audio oder Bild – miteinander verknüpfen und daraus neue Formen von Inhalten erschaffen. Das unterscheidet sie von vielen früheren, spezialisierten KI-Systemen.

Wie generative KI funktioniert

Vereinfacht gesagt lernt ein generatives Modell, die Struktur von Daten zu verstehen. Während des Trainings wird es mit großen Datenmengen gefüttert, analysiert Zusammenhänge und erkennt, welche Muster wahrscheinlich gemeinsam auftreten.

Bei einem Textmodell bedeutet das: Es lernt, welche Wörter in welchem Kontext folgen könnten. Bei einem Bildmodell erkennt es Farb- und Formbeziehungen. Anschließend kann das trainierte Modell neue Inhalte erzeugen, die ähnlich, aber nicht identisch zu den Trainingsdaten sind.

Im Fall von Sprachmodellen geschieht das durch die schrittweise Vorhersage des nächsten Wortes. Die Auswahl basiert auf Wahrscheinlichkeiten, wodurch kreative und teils überraschende Ergebnisse entstehen. Viele Modelle werden zusätzlich durch Feintraining oder menschliches Feedback verbessert, um sie präziser und sicherer zu machen.

Was ist der Unterschied zwischen KI und generativer KI?

Künstliche Intelligenz ist ein Sammelbegriff für Systeme, die Aufgaben übernehmen, die sonst menschliche Intelligenz erfordern würden – etwa das Erkennen von Objekten, das Treffen von Entscheidungen oder die Analyse von Daten.

Generative KI ist eine spezielle Unterform davon. Während klassische KI in erster Linie analysiert und reagiert, erschafft generative KI aktiv neue Daten. Beispiel: Eine herkömmliche KI erkennt auf einem Bild einen Hund. Eine generative KI hingegen kann ein neues Bild von einem Hund in einem Astronautenanzug erzeugen.

Kurz gesagt: Alle generativen Systeme sind KI, aber nicht jede KI ist generativ.

Was ist der Unterschied zwischen generative KI und LLM?

Large Language Models (LLMs) sind eine Untergruppe der generativen KI. Sie sind auf Sprache spezialisiert und darauf trainiert, Text zu verstehen und zu erzeugen. Bekannte Beispiele sind GPT, Claude oder Gemini.

Generative KI umfasst jedoch mehr als nur Sprache. Sie schließt auch Bild-, Audio- und Videomodelle ein, etwa DALL·E, Midjourney oder Stable Diffusion. Während ein LLM also Text generiert, kann ein Bildmodell visuelle Inhalte oder ein Musikmodell Klänge erzeugen.

Gibt es verschiedene Arten von KI?

Ja, künstliche Intelligenz lässt sich in verschiedene Kategorien unterteilen. Diese Einteilung richtet sich danach, wie eigenständig eine KI agiert, ob sie aus Erfahrungen lernen kann und ob sie ein Bewusstsein für ihre Umgebung entwickelt. Dadurch lassen sich aktuelle Systeme besser von zukünftigen Entwicklungsstufen unterscheiden.

Die vier grundlegenden Typen künstlicher Intelligenz

Künstliche Intelligenz wird häufig in vier Haupttypen gegliedert, die den technologischen Reifegrad und die Funktionsweise von KI-Systemen beschreiben.

Typ 1: Reaktive Maschine (Reactive Machine)

 

Diese Systeme reagieren ausschließlich auf aktuelle Eingaben und besitzen kein Gedächtnis. Sie können keine Erfahrungen speichern oder aus der Vergangenheit lernen. Ein bekanntes Beispiel ist IBMs Schachcomputer Deep Blue, der in den 1990er-Jahren den Schachweltmeister Garri Kasparow besiegte.

 

Typ 2: Begrenzte Erinnerung (Limited Memory)

 

KI dieser Kategorie können frühere Informationen berücksichtigen, um daraus bessere Entscheidungen abzuleiten. Anwendungen wie autonome Fahrzeuge nutzen dieses Prinzip, indem sie vergangene Bewegungen anderer Verkehrsteilnehmer analysieren, um die aktuelle Fahrsituation besser einzuschätzen.

 

Typ 3: Theorie des Geistes (Theory of Mind)

 

Dieser Typ beschreibt eine noch theoretische Entwicklungsstufe. Eine solche KI wäre in der Lage, Emotionen, Absichten und Gedanken anderer zu verstehen und darauf zu reagieren – ähnlich wie Menschen in sozialen Interaktionen. Diese Form existiert bislang nur in der Forschung.

 

Typ 4: Selbsterkenntnis (Self Awareness)

 

Die höchste, bislang rein hypothetische Stufe. Eine KI mit Selbsterkenntnis hätte ein Bewusstsein ihrer eigenen Existenz, könnte über sich selbst reflektieren und eigenständige Ziele verfolgen. Diese Vorstellung bleibt derzeit Vision und Gegenstand philosophischer wie technischer Diskussionen.

 

Gängige Anwendungsfälle für generative KI

Generative KI hat in vielen Bereichen bereits Einzug gehalten. Sie unterstützt sowohl bei konkreten Aufgaben als auch in verschiedenen Branchen, in denen Kreativität, Analyse und Automatisierung eine Rolle spielen.

Typische Aufgaben und Funktionen:

  • Texterstellung und Redaktion: Automatische Erstellung von Artikeln, Newslettern oder Social-Media-Posts – inklusive Zusammenfassungen, Überschriften und stilistischer Anpassungen an Zielgruppen.
  • Softwareentwicklung: Unterstützung bei der Code-Analyse, Testgenerierung, Dokumentation und beim Schreiben neuer Funktionen in verschiedenen Programmiersprachen.
  • Conversational Interfaces: Entwicklung von Chatbots und Sprachassistenten, die in natürlicher Sprache interagieren, kontextbezogen antworten und sich an Gesprächsstile anpassen.
  • Design und Kreativität: Generative Modelle erstellen Grafiken, Produktdesigns oder audiovisuelle Inhalte, die auf bestimmte Anforderungen zugeschnitten sind.
  • Datenaufbereitung: Generative KI erzeugt synthetische Daten zur Modellvalidierung, Simulation oder zum Datenschutz in sensiblen Bereichen.
  • Analyse und Prognose: Erstellung automatischer Berichte, Risikoanalysen oder Forecasts auf Basis von Unternehmensdaten.

Einsatz in verschiedenen Branchen:

  • Öffentlicher Sektor: Generative KI wird in der Verwaltung, Stadtplanung und Bürgerkommunikation eingesetzt – etwa für automatisierte Textzusammenfassungen, Bürger-Chatbots oder die Analyse öffentlicher Daten.
  • Industrie und Produktion: Optimierung von Bauteilen, Materialien und Produktionsprozessen durch KI-generierte Designvorschläge und Simulationen.
  • Finanzen und Controlling: Automatisierte Berichterstellung, Anomalieerkennung, Betrugserkennung und Szenario-Analysen.
  • Medizin und Pharma: Generative Modelle unterstützen bei der Entwicklung neuer Molekülstrukturen, Diagnosetools und personalisierter Behandlungsansätze.
  • Energiebranche: Simulation von Energieflüssen, Optimierung von Netzen, Prognosen für Strombedarf oder CO₂-Bilanzen sowie automatisierte Berichterstattung zu Nachhaltigkeitszielen.
  • Bildung und Forschung: Erstellung synthetischer Lernmaterialien, Simulationen und Trainingsdaten für wissenschaftliche Experimente.
  • Verteidigung und Sicherheit: Analyse von Szenarien, Erstellung synthetischer Trainingsdaten für Simulationen und Unterstützung bei Entscheidungsprozessen in komplexen Lagen – immer unter Berücksichtigung ethischer und rechtlicher Rahmenbedingungen.

Anwendungsfall: Virtuelle Mitarbeiterin „Franziska“

Das Projekt "Franziska" veranschaulicht, wie generative KI in der Praxis eingesetzt werden kann, um Entwicklungs- und Kommunikationsprozesse zu unterstützen. Im Rahmen eines interaktiven Brainstormings entstehen ohne klassische Programmierung funktionale Software-Prototypen – von der Ideenformulierung bis zur Umsetzungslogik.

Dabei werden Sprache, Ton und Bild dynamisch erzeugt, Besprechungen automatisch zusammengefasst und Aufgaben in digitalen Boards strukturiert.

 

Franziska-KI bei der Eröffnung des neuen Materna-Hauptsitzes

Zur offiziellen Eröffnung des neuen Materna-Hauptsitzes präsentierte Carsten Paasch, Leiter des Competence Centers GenAI, die Künstliche Intelligenz „Franziska“. Gemeinsam mit Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal entwickelte er in einem interaktiven Brainstorming live eine Softwarelösung für einen Schulentwicklungsplan – ganz ohne eine Zeile Code. Alle Anforderungen wurden im Dialog mit der KI erfasst, die in Sekundenschnelle einen funktionsfähigen Prototypen generierte. Das Ergebnis begeisterte das Publikum und machte neugierig auf Franziskas zukünftige Entwicklung.

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Franziska-KI bei der Eröffnung des neuen Materna-Hauptsitzes

Zur offiziellen Eröffnung des neuen Materna-Hauptsitzes präsentierte Carsten Paasch, Leiter des Competence Centers GenAI, die Künstliche Intelligenz „Franziska“. Gemeinsam mit Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal entwickelte er in einem interaktiven Brainstorming live eine Softwarelösung für einen Schulentwicklungsplan – ganz ohne eine Zeile Code. Alle Anforderungen wurden im Dialog mit der KI erfasst, die in Sekundenschnelle einen funktionsfähigen Prototypen generierte. Das Ergebnis begeisterte das Publikum und machte neugierig auf Franziskas zukünftige Entwicklung.

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Materna AIDA

Mit dem Entwicklungsassistenten AIDA unterstützt Materna öffentliche Verwaltungen bei der Softwareentwicklung: AIDA automatisiert die Codegenerierung auf Basis natürlicher Sprache, integriert Fehleranalyse, Debugging und automatisierte Tests und entlastet Entwickler:innen von Routineaufgaben. Damit wird nicht nur die Effizienz gesteigert, sondern auch die digitale Souveränität und Qualität in Behörden-Projekten gefördert.

Digitaler Posteingang

Der Digitale Posteingang zeigt, wie KI-gestützte Automatisierung in Behörden und Unternehmen zum Einsatz kommen kann: Eingangsdokumente wie E-Mails, Papierunterlagen oder Onlineformulare werden mittels OCR und KI-Klassifikation erkannt, Inhalte extrahiert und automatisiert an Fachverfahren oder E-Akte weitergeleitet. Damit reduziert das System manuellen Aufwand, entlastet Mitarbeitende und erhöht die Bearbeitungsgeschwindigkeit sowie Datenqualität.

Von der Vision zur Umsetzung: Generative KI mit Materna

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Herausforderungen bei der Implementierung generativer KI

So groß die Potenziale sind, so komplex ist die Einführung generativer KI in der Praxis. Unternehmen stehen vor mehreren Herausforderungen:

  • Datenqualität und Datenschutz: Modelle sind nur so gut wie die Daten, mit denen sie trainiert werden. Schlechte oder unvollständige Daten führen zu verzerrten Ergebnissen.

  • Rechenleistung und Kosten: Das Training großer Modelle erfordert erhebliche Ressourcen und Energie.

  • Urheberrecht und Ethik: Generierte Inhalte können bestehende Werke ungewollt nachahmen oder problematische Aussagen enthalten.

  • Fehleranfälligkeit: Generative Systeme können plausible, aber falsche Informationen erzeugen („Halluzinationen“).

  • Integration und Governance: Für nachhaltigen Nutzen müssen KI-Lösungen in bestehende Systeme eingebettet und kontrolliert betrieben werden.

Besonderheiten von generativer KI

Generative KI unterscheidet sich in mehrfacher Hinsicht von anderen KI-Formen. Sie kombiniert Kreativität mit Datenintelligenz – ein Zusammenspiel, das sowohl Chancen als auch Risiken birgt.

Ein zentrales Merkmal ist die Interaktivität: Nutzer:innen steuern das Ergebnis durch Prompts und erhalten unmittelbares Feedback. Dadurch entstehen neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine.

Darüber hinaus ist generative KI multimodal und skalierbar, ein Modell kann also für verschiedenste Aufgaben trainiert oder angepasst werden. Gleichzeitig erfordert diese Vielseitigkeit klare Regeln für Ethik, Transparenz und Verantwortung, um Missbrauch zu verhindern.

Zukunftsausblick: Entwicklungstrends der generativen KI

Generative KI befindet sich in einer Phase rasanten technologischen Fortschritts. Modelle werden zunehmend multimodal, kombinieren also Text, Bild, Ton und Video in einem System. Gleichzeitig entwickeln sich spezialisierte Domänenmodelle, die für bestimmte Branchen, wie Medizin, Recht oder Verwaltung, trainiert werden.

Ein weiterer Trend ist der Einsatz personalisierter KI-Systeme, die sich dynamisch an individuelle Nutzer:innen anpassen. Solche Systeme lernen aus Interaktionen, bevorzugten Arbeitsweisen und Kontextinformationen, um Inhalte, Empfehlungen oder Antworten immer gezielter bereitzustellen. Damit verschiebt sich der Fokus von universellen Modellen hin zu maßgeschneiderten, nutzerzentrierten KI-Erlebnissen, die Produktivität und Relevanz steigern, aber auch neue Anforderungen an Datenschutz und Transparenz mit sich bringen.

Zudem gewinnen agentenbasierte Systeme an Bedeutung, bei denen generative Modelle selbstständig Aufgaben planen, ausführen und Ergebnisse validieren können. Parallel dazu werden Regulierung und Governance zu zentralen Themen: Der europäische AI Act, Leitlinien zu Transparenz und die Diskussion um Urheberrechte prägen die Weiterentwicklung.

Langfristig wird generative KI nicht nur als kreatives Werkzeug verstanden, sondern als integraler Bestandteil digitaler Wertschöpfung – von automatisierten Wissensprozessen bis hin zu neuen Formen der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine.

FAQ

Im Deutschen werden „Künstliche Intelligenz (KI)“ und das englische „Artificial Intelligence (AI)“ oft synonym verwendet. Technisch bezeichnen beide denselben Bereich.

Der Begriff AI wird jedoch international breiter verwendet, insbesondere in wissenschaftlichen Publikationen und Produktnamen, während KI im deutschsprachigen Raum üblich ist.

Ein KI-basiertes System erkennt, analysiert oder erzeugt Inhalte auf Grundlage von trainierten Datenmodellen statt fest programmierter Regeln. Typische Merkmale sind adaptive Entscheidungen, selbstlernende Mustererkennung und die Fähigkeit, auf neue Eingaben flexibel zu reagieren. Generative KI geht noch einen Schritt weiter, indem sie aktiv neue Texte, Bilder oder andere Inhalte erstellt, statt nur bestehende Daten auszuwerten.

Der effektive Einsatz generativer KI erfordert ein grundlegendes Verständnis von Datenqualität, Promptgestaltung und Modellgrenzen. Mitarbeitende sollten lernen, KI-Outputs kritisch zu bewerten, ethische Aspekte zu berücksichtigen und Prozesse so zu gestalten, dass Mensch und Maschine sinnvoll zusammenarbeiten. Schulungen zu Datenschutz, Transparenz und verantwortungsvollem Einsatz gehören ebenfalls dazu.

Die Qualität generierter Inhalte kann durch mehrstufige Prüfprozesse gesichert werden. Dazu gehören automatische Plausibilitätsprüfungen, menschliches Review, der Einsatz von Fact-Checking-Tools sowie die Nachvollziehbarkeit der Trainingsdaten. Unternehmen etablieren zunehmend KI-Governance-Richtlinien, um sicherzustellen, dass generierte Inhalte korrekt, nachvollziehbar und vertrauenswürdig sind.

Generative KI automatisiert Routinetätigkeiten, beschleunigt Dokumentenerstellung, Kommunikation und Entscheidungsprozesse. In Verwaltungen werden etwa Anträge, Schreiben und Berichte teilautomatisch erstellt; in Unternehmen unterstützt KI die Produktentwicklung, Analyse und Kundeninteraktion. Dadurch entstehen effizientere Abläufe und neue Rollenprofile, die menschliche Expertise mit KI-Unterstützung kombinieren.

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