Cyber Security

Cyber Security (auch bekannt als IT-Sicherheit oder Informationssicherheit) umfasst alle technischen, organisatorischen und strategischen Maßnahmen, die digitale Systeme, Daten und Infrastrukturen vor Angriffen schützen. Sie erkennt Schwachstellen, bewertet Risiken und verhindert, dass Unbefugte auf sensible Informationen zugreifen, diese manipulieren oder zerstören. Damit verändert sich die Rolle moderner Sicherheitsarchitekturen: Sie werden zunehmend proaktiv, intelligent und adaptiv.

Diese Seite zeigt, wie Cyber Security funktioniert, welche Bedrohungen heute besonders relevant sind und welche Chancen sichere digitale Prozesse für Unternehmen bieten. Außerdem wird erläutert, wie Organisationen Cyber-Security-Strategien strukturiert aufbauen und nachhaltig in ihre Geschäftsabläufe integrieren können.

Was ist Cyber Security?

Unter Cyber Security versteht man den Schutz von Computersystemen, Netzwerken, Programmen und Daten vor digitalen Angriffen. Es umfasst alle Aspekte der Sicherheit in der Informations- und Kommunikationstechnik und erweitert den klassischen IT-Sicherheitsbegriff auf den gesamten „Cyber-Raum“, also sämtliche mit dem Internet verbundenen Systeme und die darauf basierenden Prozesse und Informationen. Ziel ist es, Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Informationen und Systemen zu gewährleisten.

Welche Bedeutung hat Cyber Security?

Cyber Security ist heute von zentraler Bedeutung, da Cyberangriffe weltweit stark zunehmen und gravierende Schäden verursachen können. Cyberkriminelle nutzen immer raffiniertere Methoden, um in Systeme einzudringen, Daten zu stehlen oder zu zerstören und sogar physische Infrastruktur lahmzulegen. Allein in Deutschland wurden 2023 durch Cyberangriffe 148 Milliarden Euro Schaden angerichtet (Quelle: Bitkom). Solche Angriffe führen zu Identitätsdiebstahl, Erpressung, Verletzungen des Datenschutzes und können Unternehmen wie Privatpersonen enorm schaden. Cyber Security ist daher unerlässlich, um sensible Daten, die Privatsphäre und die Funktionsfähigkeit von Wirtschaft und Gesellschaft zu schützen.

Wie funktioniert Cyber Security?

Cyber Security funktioniert durch ein mehrschichtiges Schutzkonzept aus Technologie, Prozessen und Menschen. Um die Schutzziele zu erreichen, kommen diverse Maßnahmen zum Einsatz:

Technische Sicherheitsmaßnahmen

 

Dazu zählen Firewalls, Antivirensoftware, Intrusion-Detection/Prevention-Systeme und Verschlüsselungstechnologien, die unerlaubte Zugriffe abwehren und Schadsoftware erkennen. Regelmäßige Software-Updates und Sicherheits-Patches sind unerlässlich, um bekannte Schwachstellen zu schließen und neue Angriffsmethoden abzuwehren.

 

Zugriffskontrollen

 

Strikte Zugangsbeschränkungen wie starke Authentifizierung (Passwörter, Multi-Faktor-Authentifizierung) stellen sicher, dass nur Berechtigte auf Systeme und Daten zugreifen können.

 

Überwachung und Reaktion

 

Ein effektiver Cyber-Sicherheitsplan umfasst Monitoring der Netzwerke sowie Notfallpläne. Sicherheitsvorfälle müssen schnell erkannt und durch Incident-Response-Prozesse eingedämmt werden.

 

Menschlicher Faktor

 

Technik allein reicht nicht aus. Daher gehört zur Cyber Security auch die regelmäßige Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeitenden. Menschliches Fehlverhalten wie das Klicken auf Phishing-Mails ist eine häufige Ursache erfolgreicher Angriffe. Durch Security-Awareness-Trainings wird das Sicherheitsbewusstsein gestärkt und das Risiko durch Phishing & Social Engineering verringert.

 

Insgesamt muss Cyber Security als ganzheitlicher, fortlaufender Prozess gesehen werden, der auf mehreren Schutzebenen gleichzeitig aufbaut und sich nahtlos in die IT-Architektur integriert. Nur eine Kombination aus geeigneten Technologien, klaren Sicherheitsrichtlinien und geschulten Menschen gewährleistet einen wirksamen Schutz vor Cyberangriffen.

Entwicklung der Cyber Security

Erste Vorfälle und frühe Sicherheitsmaßnahmen: Bereits in den frühen 1970er Jahren wurde im ARPANET (dem Vorläufer des Internets) der erste Computervirus entdeckt. In den 1980er Jahren, als immer mehr Systeme vernetzt wurden, entstand das Bewusstsein für digitale Bedrohungen. Ein bekanntes Beispiel ist der Morris-Wurm von 1988, der zehntausende Computer infizierte und zur Gründung des ersten Computer Emergency Response Teams (CERT) führte. In den 1990ern lag der Fokus vor allem auf Netzwerksicherheit und Zugriffskontrollen, um unbefugte Eindringlinge fernzuhalten. Antivirus-Programme und Firewalls wurden gängige Schutzwerkzeuge dieser Ära.

Zeitalter der Erkennung: Mit zunehmender Vernetzung und dem Aufkommen des World Wide Web verlagerte sich der Schwerpunkt in den 2000er-Jahren auf das Erkennen von Angriffen innerhalb des Netzes. Technologien wie Antiviren-Scanner, Intrusion Detection Systeme (IDS) und Intrusion Prevention Systeme (IPS) kamen auf, um Schadsoftware und Eindringversuche aufzuspüren. Allerdings führte dies auch zu neuen Herausforderungen wie einer Flut von Sicherheitswarnungen (Alarmmüdigkeit).

Aktuelle Entwicklung: In den letzten Jahren hat sich die Bedrohungslandschaft weiterentwickelt und damit auch die Cyber Security. Cloud-Computing, mobile Geräte und IoT haben die klassischen Netzwerkgrenzen aufgelöst – Daten und Systeme liegen verteilt und nicht mehr nur im eigenen Rechenzentrum. Angreifer verlagern ihren Fokus weg von reinen Infrastruktur-Hacks hin zum Menschen und seinen Zugängen. Moderne Cyber Security konzentriert sich darauf, Benutzer:innen zu schützen (z.B. durch Schulungen und Identitätsmanagement) und den Zugriff auf Daten streng zu kontrollieren, egal wo diese liegen. Gleichzeitig entwickeln sich Abwehrmaßnahmen weiter: Statt rein signaturbasierter Erkennung nutzt man zunehmend KI-gestützte Analysen, Verhaltensbasierte Erkennung von Anomalien und Zero-Trust-Architekturen, um unbekannte Bedrohungen abzuwehren.

Insgesamt reagiert die Entwicklung der Cyber Security ständig auf neue Gefahren. Sobald Angreifer etwa Wege finden, herkömmliche Firewalls zu umgehen, werden neue Technologien wie verhaltensbasierte Threat Detection entwickelt. Dieses Wettrüsten zwischen Angreifern und Verteidigern prägt die Evolution der Cyber Security bis heute.

Herausforderungen im Bereich der Cyber Security

Trotz fortschreitender Sicherheitsmaßnahmen steht die Cyber Security vor vielfältigen Herausforderungen:

Zunehmende und komplexere Bedrohungen: Die Angriffe werden in Häufigkeit und Komplexität immer größer. Cyberkriminelle arbeiten hochprofessionell, tauschen Tools im Dark Web aus und nutzen neue Technologien für Angriffe. Zudem vergrößert die Digitalisierung (Cloud, IoT, Fernarbeit) die Angriffsfläche von Organisationen, was die Absicherung komplizierter macht. Neue Technologien bieten zwar Nutzen, eröffnen aber auch neue Schwachstellen: Beispielsweise können Cloud-Misskonfigurationen, unsichere IoT-Geräte oder KI-Systeme von Angreifern ausgenutzt werden.

Fachkräftemangel: Ein erheblicher Engpass ist der Mangel an qualifizierten IT-Security-Experten. Die Nachfrage nach Cyber-Sicherheitspersonal wächst schneller als neue Fachkräfte ausgebildet werden. In Deutschland betrachten bereits 68 % der Unternehmen den Fachkräftemangel in der Cyber Security als zusätzliches Sicherheitsrisiko (Quelle: Fortinet). Diese Lücke bedeutet für viele Firmen, dass Know-how und Ressourcen fehlen, um ihre Systeme angemessen zu schützen.

Menschlicher Faktor: Nach wie vor gilt der Mensch als Schwachstelle Nummer 1. Ein großer Teil erfolgreicher Angriffe gelingt durch soziale Manipulation (Phishing, CEO-Fraud, etc.) oder menschliche Fehler. Laut einer BSI-Befragung sind nachlässige Mitarbeitende und fehlendes Sicherheitsbewusstsein Hauptursachen vieler Sicherheitsvorfälle. Die Herausforderung besteht darin, eine Sicherheitskultur zu etablieren, in der Mitarbeitende wachsam sind und Sicherheitsregeln befolgen, was jedoch Schulung, Übung und klare Richtlinien erfordert.

Komplexität und neue Angriffsvektoren: Mit der digitalen Transformation müssen immer mehr Systeme, Endgeräte und sogar kritische Infrastrukturen (z.B. Energie, Gesundheit, Verkehr) geschützt werden. Auch Lieferketten rücken in den Fokus: Angriffe über infizierte Software-Updates oder bei Zulieferern (Supply-Chain-Attacken) zeigen, dass Sicherheitskonzepte inzwischen die gesamte Wertschöpfungskette einbeziehen müssen.

Rechtliche Anforderungen: Gesetzliche Vorgaben und Compliance (z.B. DSGVO, IT-Sicherheitsgesetz, branchenspezifische Standards) verlangen von Unternehmen immer höhere Sicherheitsstandards. Dies einzuhalten und nachzuweisen (Audits, Zertifizierungen) ist eine ständige Herausforderung, vor allem für kleinere Unternehmen.

Diese Herausforderungen erfordern einen strategischen Ansatz. Unternehmen müssen eine ganzheitliche Cyber-Resilienz aufbauen – also nicht nur Prävention betreiben, sondern auch in der Lage sein, Vorfälle schnell zu erkennen, effektiv zu reagieren und sich wiederherzustellen.

Wie sieht die Zukunft der Cyber Security aus?

Einige Prognosen für die nächsten 10 Jahre:

  • Hartnäckige Bedrohung Ransomware: Erpressersoftware (Ransomware) wird voraussichtlich weiterhin eine der größten Bedrohungen bleiben. Angriffe auf große Unternehmen könnten in Anzahl und Raffinesse zunehmen, insbesondere durch Infektionswege wie beispielsweise infizierte USB-Geräte. Cyber Security wird sich verstärkt darauf ausrichten müssen, eine Vielfalt immer neuer Ransomware-Kampagnen frühzeitig zu erkennen und abzuwehren.

  • Automatisierung und KI in der Verteidigung: Angesichts des steigenden Volumens von Angriffen werden Security-Teams verstärkt auf künstliche Intelligenz und Automatisierung setzen. Routineaufgaben in der Überwachung und Incident Response können durch KI beschleunigt werden, was Analysten entlastet und die Erkennungsgenauigkeit erhöht. Gleichzeitig müssen aber auch KI-basierte Angriffe bekämpft werden, etwa Deepfakes oder automatisierte Attacken. Zukünftig dürften AI vs. AI-Szenarien im Cyberkrieg Realität werden.

  • Integration in das Unternehmensrisiko-Management: Cyberrisiken werden sich noch stärker auf das Kerngeschäft auswirken. Unternehmen werden Cyber Security nicht mehr isoliert betrachten, sondern eng mit ihrem Enterprise Risk Management (ERM) verzahnen. Vorstandsetagen befassen sich mehr mit Cyber-Bedrohungen, und Cyber Security wird zu einer festen Größe in Unternehmensstrategien (Stichwort: Cyber Resilience als Wettbewerbsfaktor).

  • Neue Technologien als zweischneidiges Schwert: Zukunftstechnologien wie Quantencomputing und weiter entwickelte KI bieten zwar Chancen, stellen aber auch das bestehende Sicherheitsparadigma in Frage. Ein leistungsfähiger Quantencomputer könnte in absehbarer Zeit heutige Verschlüsselungsverfahren brechen. Ebenso schafft die allgegenwärtige KI neue Angriffsvektoren (z.B. Manipulation von KI-Modellen oder KI-gestützte Phishing-Mails). Sicherheitskonzepte der nächsten Dekade müssen diese Technologien mit einbeziehen und neue Schutzmechanismen entwickeln.

  • Geopolitik und Cyberwar: Die globale Sicherheitslage spiegelt sich auch im Cyberraum wider. Staatlich geförderte Hackerangriffe und Cyber-Spionage werden wahrscheinlich zunehmen, da geopolitische Konflikte vermehrt digital ausgetragen werden. Kritische Infrastrukturen (z.B. Energie, Gesundheitsversorgung, Transport) stehen dabei besonders im Fadenkreuz und müssen besser geschützt werden.

  • Regulierung und internationale Kooperation: Um der globalen Cyber-Bedrohung Herr zu werden, ist in Zukunft mit strengeren Regulierungen und Standards zu rechnen. Regierungen und internationale Gremien arbeiten an Cybersicherheits-Strategien, Zertifizierungsrahmen und an Abkommen gegen Cybercrime. Die nächsten 10 Jahre könnten stärker von internationaler Zusammenarbeit geprägt sein – etwa in Form von Incident-Information-Sharing zwischen Ländern oder gemeinsamen Cyber-Abwehrübungen.

Kurzum: Die Cyber Security der Zukunft wird ein hoch dynamisches Feld bleiben. Unternehmen und Staaten müssen flexibel und innovativ bleiben, um immer neuen Bedrohungen einen Schritt voraus zu sein. Wer frühzeitig in neue Schutztechnologien investiert, seine Belegschaft schult und robuste Notfallpläne entwickelt, wird in zehn Jahren besser gewappnet sein in einer zunehmend digitalisierten und vernetzten Welt.

Warum ist Cyber Security für Unternehmen wichtig?

Für Unternehmen – ob klein oder groß – ist Cyber Security heute unverzichtbar. Cyberangriffe können für Firmen existenzbedrohend sein. Die Gründe, warum Unternehmen hier investieren müssen, sind vielfältig:

  • Hohe finanzielle Schäden vermeiden: Ein einzelner erfolgreicher Hackerangriff kann Millionenverluste verursachen. Neben direkten Schäden (gestohlene Gelder, Erpressungssummen bei Ransomware) kommen oft Folgekosten hinzu, etwa für forensische Untersuchungen, Rechtsberatung, Systemwiederherstellung und mögliche Strafzahlungen bei Datenschutzverstößen. Kleinere Unternehmen überleben solche Verluste oft nicht: Studien zeigen, dass rund 60 % der kleinen Unternehmen innerhalb von sechs Monaten nach einem Cyberangriff schließen müssen (Quelle: Fortinet).

  • Geschäftsbetrieb und Reputation schützen: Ein Cyberangriff kann den Betrieb lahmlegen, beispielsweise wenn zentrale IT-Systeme ausfallen oder Datenbanken verschlüsselt werden. Dies führt zu Umsatzeinbußen und verärgerten Kunden. Im Falle eines erfolgreichen Angriffs verlieren Unternehmen oft das Vertrauen von Kunden und Partnern. Reputationsschäden sind gravierend: Kunden zögern, einem Unternehmen weiter Daten anzuvertrauen, wenn bekannt wird, dass bereits vertrauliche Informationen abhandenkamen. Zudem können Angriffe zu Vertragskündigungen oder Schadenersatzforderungen führen. Die langfristigen Auswirkungen auf Beziehungen und Marktstellung sind daher nicht zu unterschätzen.

  • Schutz vor Datendiebstahl und Industriespionage: In vielen Branchen gehören Daten zum wertvollsten Kapital eines Unternehmens – seien es Kundendaten, geistiges Eigentum, Forschungsdaten oder Geschäftsgeheimnisse. Cyberkriminelle versuchen, diese Daten zu stehlen und zu Geld zu machen oder an Konkurrenten weiterzugeben. Ein effektives Cyber Security Konzept schützt diese sensiblen Informationen vor unbefugtem Zugriff, Änderung oder Verlust.

  • Compliance und rechtliche Anforderungen: Unternehmen unterliegen heute diversen Gesetzen und Regularien, die den Schutz von Daten und IT-Systemen vorschreiben (z.B. DSGVO, branchenspezifische Sicherheitsstandards, KRITIS-Vorgaben für kritische Infrastrukturen). Mangelnde Cyber Security kann zu empfindlichen Geldstrafen und rechtlichen Konsequenzen führen, wenn etwa personenbezogene Daten von Kunden gehackt werden. Durch Investition in Cyber Security stellen Organisationen sicher, dass sie diese Vorgaben einhalten und Audits bestehen.

  • Wettbewerbsvorteil und Kundenvertrauen: Außerdem ist Cyber Security auch ein Qualitätsmerkmal. Unternehmen, die nachweislich hohe Sicherheitsstandards erfüllen und transparent mit dem Thema umgehen, genießen größeres Vertrauen bei Kunden und Partnern. Im Wettbewerb kann das den Ausschlag geben – insbesondere, da Cybervorfälle heute öffentliches Aufsehen erregen. Cyber Security dient somit auch der Wertschöpfung, indem sie das Vertrauen in digitale Produkte und Dienstleistungen erhöht.

Arten der Cyber Security

Cyber Security ist ein weites Feld und lässt sich in verschiedene Teilbereiche gliedern, die unterschiedliche Aspekte des Schutzes abdecken. Wichtige Arten der Cyber Security sind unter anderem:

Netzwerksicherheit (Network Security)

 

Umfasst Maßnahmen zum Schutz von Unternehmensnetzwerken und -infrastrukturen vor unbefugtem Zugriff, Missbrauch oder Angriffen. Dazu zählen Firewalls, Netzwerkssegmentierung, Monitoring des Datenverkehrs und Intrusion Prevention Systeme. Angesichts immer komplexerer, verteilter Netzwerke zielt Netzwerksicherheit darauf ab, Schwachstellen an allen Knoten (Servern, Endgeräten, Verbindungen) abzusichern, Ausfälle zu verhindern und Compliance-Vorgaben im Netzwerkbereich einzuhalten.

 

Anwendungssicherheit (Application Security)

 

Fokus auf dem Schutz von Software-Anwendungen (Web-Apps, mobile Apps, klassische Software) vor Sicherheitslücken und Angriffen. Dies beginnt schon im Entwicklungsprozess, etwa durch Code-Reviews, Penetrationstests und die Verwendung sicherer Coding-Praktiken. Ziel ist, dass Anwendungen bei ihrer Bereitstellung frei von kritischen Schwachstellen sind. Da Hacker vermehrt Applikationen direkt ins Visier nehmen, helfen Tools wie Web Application Firewalls, Vulnerability Scanner und Verschlüsselung der Datenübertragung, um Angriffe abzuwehren.

 

Informationssicherheit (Information Security / InfoSec)

 

Informationssicherheit (Information Security / InfoSec) betrifft den Schutz von Daten unabhängig von der Form vor unbefugtem Zugriff, Änderung, Diebstahl oder Zerstörung. Ziel ist es, Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Informationen sicherzustellen.
In der Praxis wird dies häufig durch ein Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS) umgesetzt, das Maßnahmen wie Zugriffsrechte, Verschlüsselung, Backup-Strategien und verbindliche Richtlinien strukturiert steuert.

 

Betriebliche Sicherheit (Operational Security, OPSEC):

 

Bezeichnet Methoden und Prozesse, um operative Abläufe und Infrastruktur vor Spionage oder Sabotage zu schützen. OPSEC fordert Organisationen, aus der Perspektive eines Angreifers auf die eigenen Prozesse zu schauen, um kritische Informationen und Schwachstellen zu identifizieren. Dazu gehören zum Beispiel das Prinzip der geringsten Berechtigung im Alltag, Überwachung von ungewöhnlichen Aktivitäten und das Hardening von Systemkonfigurationen. Es geht auch darum, schlechte Betriebspraktiken zu erkennen und abzustellen, die ein Risiko darstellen könnten.

 

Notfallwiederherstellung und Geschäftskontinuität (Disaster Recovery & Business Continuity)

 

Dieser Bereich stellt sicher, dass ein Unternehmen nach einem Sicherheitsvorfall handlungsfähig bleibt. Disaster-Recovery-Planung umfasst regelmäßige Datensicherungen, redundante Systeme und ausgearbeitete Notfallpläne, um Ausfallzeiten zu minimieren. Nach einem Cyberangriff soll die IT-Infrastruktur möglichst schnell wiederhergestellt werden können, sei es durch das Rückspielen von Backups oder das Failover auf Ersatzsysteme. Business Continuity Management betrachtet darüber hinaus alle geschäftskritischen Funktionen und wie diese im Krisenfall aufrechterhalten werden.

 

Schulung und Awareness der Endbenutzer

 

Technik hilft wenig, wenn Anwender:innen nicht mitspielen. Daher ist die Mitarbeitendenschulung explizit eine Säule der Cyber Security. Dazu zählen regelmäßige Trainings, Phishing-Simulationen, klare Richtlinien und eine Unternehmenskultur, in der Sicherheit gelebt wird. Mitarbeitende sollen die Bedeutung von Cyber Security verstehen und die häufigsten Bedrohungen kennen, um im Ernstfall richtig zu reagieren. Bewusst handelnde Anwender:innen bilden die erste Verteidigungslinie gegen viele Angriffe.

 

All diese Teilbereiche greifen ineinander. Eine umfassende Cyber-Sicherheitsstrategie berücksichtigt alle Ebenen – von Technik über Prozesse bis zum Faktor Mensch – um die „Verteidigung in der Tiefe“ sicherzustellen.

Was sind die Arten von Cyber Security-Bedrohungen?

Die Bandbreite an Cyber-Bedrohungen ist groß. Im Folgenden einige der wichtigsten Arten von Cyber Security-Bedrohungen und Angriffsformen:

  • Malware: Sammelbegriff für bösartige Software aller Art. Malware wird von Angreifern eingesetzt, um in ein System einzudringen, es zu beschädigen oder Daten zu stehlen. Häufig gelangt sie über infizierte E-Mail-Anhänge oder Drive-by-Downloads ins Netzwerk. Zu Malware zählen unter anderem Spyware, Ransomware, Adware und Botnets.

  • Viren: Ein Virus ist eine Art von Malware, die sich selbst in andere Dateien einschleust und sich vermehrt. Beim Ausführen einer infizierten Datei aktiviert sich der Virus, kann Dateien beschädigen oder Systeme zum Absturz bringen. Viren verbreiten sich oft rasch über Netzwerke und Wechseldatenträger. Prävention: aktuelle Virenschutzprogramme, Vorsicht beim Öffnen unbekannter Dateien und Schulung der Mitarbeitenden, keine ausführbaren Dateien aus unsicheren Quellen herunterzuladen.

  • Trojaner: Als Trojanisches Pferd bezeichnet man scheinbar nützliche oder legitime Software, die im Hintergrund eine Schadfunktion ausführt. Trojaner schleusen oft eine Hintertür ins System ein, durch die Angreifer später unbemerkt Zugang erhalten. Da Trojaner optisch wie normale Programme wirken, sind sie tückisch. Prävention: Nur Software aus vertrauenswürdigen Quellen installieren und Mitarbeitende sensibilisieren, nicht jede Anwendung ungeprüft zu starten.

  • Ransomware: Eine besonders gefährliche Malware-Art, bei der Daten oder Systeme eines Opfers verschlüsselt werden, um Lösegeld zu erpressen. Der Angreifer fordert meist eine Zahlung dafür, die Daten wieder zu entschlüsseln. Schutz: Regelmäßige Backups (um notfalls ohne Zahlung wiederherstellen zu können), aktueller Virenschutz, Netzwerksegmentierung und vor allem Wachsamkeit vor Phishing-Mails, über die Ransomware oft eingeschleust wird.

  • Spyware & Adware: Spyware spioniert den Nutzenden aus – sie läuft versteckt im Hintergrund und sammelt beispielsweise Passwörter, Kreditkarteninformationen oder überwacht das Nutzendenverhalten. Organisationen können dadurch vertrauliche Daten verlieren. Adware hingegen bombardiert den Nutzenden mit unerwünschter Werbung. Sie ist lästig und kann Sicherheitsrisiken bergen, zum Beispiel wenn über Werbe-Popups weitere Malware nachgeladen wird. Schutz: Anti-Spyware-Tools nutzen, Browser und Plugins aktuell halten und Vorsicht bei der Installation kostenloser Software (die oft mit Adware gebündelt ist).

  • Botnets: Ein Botnet ist ein Netzwerk aus vielen gekaperten Geräten, die von einem Angreifer ferngesteuert werden. Botnets werden beispielsweise eingesetzt, um massenhaft Spam oder Malware zu versenden, Distributed Denial-of-Service-Angriffe durchzuführen oder andere kriminelle Aktionen im großen Stil zu ermöglichen. Schutz: Geräte absichern, IoT-Devices mit sicheren Passwörtern versehen, ungewöhnlichen ausgehenden Traffic im Netzwerk erkennen.

  • Phishing: Unter Phishing versteht man Versuche, durch gefälschte E-Mails oder Webseiten an vertrauliche Informationen zu gelangen. Angreifer geben sich zum Beispiel als Bank oder Chef aus und verleiten das Opfer dazu, Login-Daten, Kreditkartennummern oder andere Daten preiszugeben. Phishing ist einer der häufigsten Angriffsvektoren, insbesondere für den Erstzugang zu Unternehmensnetzwerken. Schutz: Mitarbeitende regelmäßig schulen, verdächtige Mails melden lassen, technische Filtersysteme (Spamfilter, Link-Scanner) einsetzen und Multi-Faktor-Authentifizierung nutzen, damit gestohlene Passwörter allein nicht genügen.

  • Denial-of-Service (DoS/DDoS): Angriffe, die darauf abzielen, einen Online-Dienst oder Server durch Überlastung unerreichbar zu machen. Bei einem DDoS (Distributed Denial of Service) werden von tausenden Geräten (häufig Botnets) massenhaft Anfragen an das Ziel geschickt, bis dieses zusammenbricht – vergleichbar mit einer künstlich erzeugten „Stau-Situation“ im Datenverkehr. Motive können Protest, Erpressung oder Wettbewerbsschädigung sein. Schutz: DDoS-Schutzlösungen einsetzen, die Traffic an sogenannten Scrubbing-Centern filtern, ausreichende Bandbreite/Serverkapazitäten vorhalten und Notfallpläne für solche Fälle haben.

  • SQL-Injection & weitere Web-Angriffe: Bei einer SQL-Injection schleust ein Angreifer schädliche SQL-Befehle in Formulareingaben einer Website ein, um Datenbanken auszulesen oder zu manipulieren. Dies ist möglich, wenn Benutzendeneingaben nicht ordentlich geprüft werden. Ähnliche Web-Angriffe nutzen Schwachstellen in Webanwendungen, beispielsweise Cross-Site Scripting (XSS) oder unsichere API-Schnittstellen. Schutz: sichere Programmierung (Input-Validierung), regelmäßige Sicherheitstests von Webanwendungen und Web Application Firewalls.

  • Man-in-the-Middle (MitM): Hierbei schaltet sich ein Angreifer in die Kommunikation zweier Parteien, ohne dass diese es merken. Beispielsweise kann in einem ungesicherten WLAN ein MitM-Angreifer den Datenverkehr mitlesen oder manipulieren. Ziel ist oft, Logins abzufangen oder Daten zu stehlen. Schutz: Einsatz von Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (etwa HTTPS/TLS für Webverkehr, VPNs in unsicheren Netzen) und Vermeidung offener WLANs für sensible Kommunikation.

Im globalen Maßstab lassen sich Cyber-Bedrohungen in drei Hauptformen unterteilen, gegen die sich internationale Cyber Security-Bemühungen richten:

  • Cyberkriminalität: Einzelpersonen oder kriminelle Banden greifen Unternehmen, Behörden oder Privatpersonen an, um Geld zu erbeuten – sei es durch Datendiebstahl, Erpressung (z.B. Ransomware) oder Betrug. Typische Vertreter sind etwa Hackergruppen, die Malware verbreiten oder über das Internet Kreditkartendaten stehlen. Cyberkriminalität hat in den letzten Jahren eine industrielle Dimension angenommen, mit einer ganzen Schattenwirtschaft im Hintergrund (Malware-as-a-Service, Verkauf von Exploits etc.).

  • Cyberangriffe im engeren Sinne: Darunter fallen Angriffe, die auf Schädigung oder Spionage abzielen. Diese Form umfasst beispielsweise staatlich unterstützte Hacks auf fremde Regierungsnetze, Sabotageakte auf kritische Infrastruktur oder Datendiebstahl aus politischen Gründen. Hier geht es weniger um direkten finanziellen Gewinn, sondern um Zerstörung, Destabilisierung oder das Sammeln sensibler Informationen (Cyber-Spionage).

  • Cyber-Terrorismus: Bezeichnet digitale Angriffe, die darauf abzielen, Angst und Schrecken in der Bevölkerung zu verbreiten. Cyber-Terroristen könnten beispielsweise kritische Infrastrukturen sabotieren, um Chaos anzurichten, oder die digitale Kommunikation übernehmen, um Drohungen zu verbreiten. Ziel ist es, ähnlich wie beim traditionellen Terrorismus, politische oder religiöse Ziele durch Einschüchterung zu erreichen. Bisher gab es glücklicherweise wenige Fälle echten Cyber-Terrorismus, doch die Möglichkeit von zum Beispiel großflächigen Stromausfällen durch Hacks wird als ernsthafte globale Bedrohung gesehen.

Diese Kategorien überschneiden sich teilweise und gehen fließend ineinander über. Beispielsweise können organisierte Cyberkriminelle im Auftrag von Staaten handeln, oder ein Angriff beginnt kriminell und entwickelt terroristische Wirkung. Gemeinsam ist allen: Cyber-Bedrohungen sind global, ein Angriff kann von jedem Ort der Welt ausgehen und internationale Folgen haben. Entsprechend fordern Experten mehr grenzüberschreitende Zusammenarbeit, um insbesondere der Cyberkriminalität effektiver entgegenzutreten.

NIS-2 - alles Wissenswerte zur EU-weiten Cyber-Sicherheit

Wenn Unternehmen und Institutionen, die für das Funktionieren von wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Systemen relevant sind, Opfer von Cyberkriminalität werden, kann das schnell weitreichende Folgen haben – sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene. Die EU-weite Richtlinie NIS-2 soll sicherstellen, dass ein hohes gemeinsames Sicherheitsniveau von Netz- und Informationssystemen in der Europäischen Union gewährleistet wird. NIS 2 trat im Januar 2023 in Kraft und ersetzt die NIS-Richtlinie von 2016, die als erste EU-weite Rechtsvorschrift zur Cyber-Sicherheit etabliert wurde. 

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Fünf Best Practices für Cyber Security zur Verhinderung von Cyber-Angriffen

Wie kann man sich nun konkret vor Cyber-Angriffen schützen? Es gibt eine Reihe bewährter Maßnahmen. Hier fünf Best Practices, die Organisationen und auch Privatpersonen umsetzen sollten:

  1. Regelmäßige Backups durchführen: Erstellen Sie häufig und planmäßig Datensicherungen Ihrer wichtigen Systeme und Dateien. Im Falle eines Angriffs – etwa durch Ransomware – können Sie mit einem aktuellen Backup den Betrieb schnell wieder aufnehmen, ohne Lösegeld zahlen zu müssen. Backups sollten idealerweise offline oder an getrennten Orten aufbewahrt werden. Zusätzlich helfen Sicherungskopien dabei, nach einem Vorfall den Zustand vor dem Angriff wiederherzustellen und die Ursache zu analysieren.

  2. Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) nutzen: Führen Sie, wo immer möglich, MFA ein. Dabei müssen sich Benutzer bei der Anmeldung mit mindestens zwei unabhängigen Faktoren ausweisen (z.B. Passwort und Einmal-Code aufs Handy). Selbst wenn Passwörter in falsche Hände geraten, erschwert MFA den Angreifern den Zugang enorm. Besonders effektiv sind Faktoren wie biometrische Merkmale (Fingerabdruck, Gesichtsscan), da sie nur sehr schwer zu fälschen sind.

  3. Mitarbeitende über Cyber-Gefahren aufklären: Awareness ist zentral. Schulen Sie Ihr Team regelmäßig über die häufigsten Angriffsmethoden und wie man darauf reagiert. Sobald Mitarbeitende Phishing-Mails, verseuchte Anhänge oder Anzeichen von Malware erkennen können, agieren sie quasi als Teil des Sicherheitsapparats. Jeder sollte wissen, was im Verdachtsfall zu tun ist und an wen Vorfälle zu melden sind. Gut informierte Mitarbeitende machen es Angreifern so deutlich schwerer.

  4. Gute Passworthygiene fördern: Schwache oder wiederverwendete Passwörter sind ein Einfallstor. Setzen Sie durch, dass alle Nutzenden starke Passwörter verwenden (lange Passphrasen mit Groß/Kleinschreibung, Zahlen, Sonderzeichen) und diese regelmäßig ändern. Etablieren Sie Richtlinien, die unsichere Passwörter verhindern, und nutzen Sie nach Möglichkeit Passwort-Manager, um Benutzende bei der Verwaltung zu unterstützen. Jede Verringerung einfacher Passwortlücken erhöht die Sicherheit erheblich.

  5. Daten verschlüsseln: Verwenden Sie Verschlüsselungssoftware für gespeicherte Daten und die Datenübertragung. Starke Verschlüsselung stellt sicher, dass ein Angreifer selbst bei Zugriff auf Ihre Daten diese nicht ohne Weiteres lesen kann. Insbesondere mobile Geräte, Laptops oder Backups sollten verschlüsselt sein. Auch die Kommunikation über öffentliche Netzwerke (z.B. WLAN im Café) lässt sich mit VPN-Verbindungen absichern – so bleiben die übertragenen Informationen selbst dann geheim, wenn sie abgefangen würden.

Diese fünf Maßnahmen bilden eine solide Grundlinie der Verteidigung. Natürlich gibt es noch weitere Best Practices, doch mit den genannten Punkten lassen sich viele häufige Angriffe bereits effektiv vereiteln oder ihre Auswirkungen mindern. Wichtig ist eine konsequente Umsetzung: Sicherheitskonzepte helfen nur, wenn sie laufend gelebt und dem Stand der Technik angepasst werden.

Welche Berufe arbeiten im Umfeld Cyber Security?

Hier einige wichtige Berufe im Umfeld Cyber Security:

  • IT-Sicherheitsbeauftragte / CISO: In Unternehmen gibt es häufig einen IT-Security-Verantwortlichen, der die Informationssicherheit überwacht. Auf hoher Ebene kann das ein Chief Information Security Officer (CISO) oder IT-Sicherheitsbeauftragter sein. Diese Personen entwickeln die Sicherheitsstrategie, definieren Policies und beraten die Geschäftsleitung in Sicherheitsfragen. Sie koordinieren auch die Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen und arbeiten oft abteilungsübergreifend, um Datenschutz, Compliance und technische Sicherheit zu vereinen.

  • Penetration Tester (Ethical Hacker): Pen-Tester werden engagiert, um im Auftrag Sicherheitslücken aufzudecken. Sie simulieren Angriffe auf die Systeme ihres Auftraggebers, nutzen dabei die gleichen Methoden wie Hacker – allerdings mit Erlaubnis – und berichten anschließend die gefundenen Schwachstellen. Penetration Tester brauchen fundierte Kenntnisse in Netzwerken, Betriebssystemen und Programmiersprachen sowie von Hacking-Tools. Ihr Job ist es, einem Unternehmen die Sicht eines Angreifers aufzuzeigen, sodass Lücken noch vor den echten Kriminellen geschlossen werden können.

  • IT-Forensiker: Nach einem erfolgten Cyberangriff kommen IT-Forensiker ins Spiel. Sie sichern digitale Spuren, werten Logdateien aus und versuchen zu rekonstruieren, wie ein Angriff ablief und wer dahintersteckt. Forensiker benötigen ein tiefes Verständnis von Dateisystemen, Netzprotokollen und Angriffsvektoren. Ihre Arbeit gleicht der Tatortanalyse – mit dem Unterschied, dass der Tatort ein Server oder Laptop ist. Ergebnisse der IT-Forensik dienen oft als Beweismittel, um Täter zu verfolgen, und helfen zugleich, zukünftige Angriffe zu verhindern.

  • Security Administrator / Engineer: Diese Fachleute kümmern sich operativ um die Implementierung und Wartung von Sicherheitsinfrastruktur. Sie konfigurieren Firewalls, verwalten Zugriffsrechte, überwachen IDS/IPS-Systeme und patchen Systeme. Security Engineers entwerfen Sicherheitsarchitekturen und setzen technische Lösungen um. Sie sind praktisch die „Handwerker“ der Cyber Security, die dafür sorgen, dass die Schutzmaßnahmen technisch funktionieren.

  • Security Analyst / Cyber Defense Analyst: Im Security Operations Center (SOC) analysieren diese Expert:innen kontinuierlich Sicherheitsvorfälle und Alarme. Sie bewerten ungewöhnliche Aktivitäten, reagieren auf eingehende Meldungen (etwa Virenfunde oder verdächtiger Netzwerkverkehr) und leiten Incident-Response-Maßnahmen ein. Analysten müssen in der Lage sein, echte Angriffe von Fehlalarmen zu unterscheiden und im Ernstfall schnell Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

  • Awareness Trainer: Da der Faktor Mensch so wichtig ist, beschäftigen große Organisationen auch Awareness-Experten, die Schulungen und Kampagnen zur Sensibilisierung durchführen. Diese Trainer entwickeln Trainingsmaterial, führen Phishing-Tests durch und schulen Mitarbeitenden aller Ebenen im sicheren Umgang mit IT. Sie benötigen neben Cyber Security-Wissen auch pädagogisches Geschick, um die oft abstrakten technischen Themen verständlich und praxisnah zu vermitteln.

  • Cyber Security Consultant: Cyber Security Consultants beraten Unternehmen ganzheitlich zu allen Fragen der Informationssicherheit. Sie analysieren bestehende Sicherheitsstrukturen, führen Risiko- und Schwachstellenbewertungen durch und entwickeln individuelle Sicherheitskonzepte – von technischen Maßnahmen über organisatorische Prozesse bis hin zu Compliance-Anforderungen. Oft begleiten sie die Umsetzung dieser Konzepte, moderieren Workshops und unterstützen bei Zertifizierungen wie ISO 27001. Consultants müssen sowohl technisch versiert als auch kommunikativ stark sein, da sie zwischen Management, IT-Abteilungen und externen Partnern vermitteln. Ihr Ziel ist es, Unternehmen strategisch wie operativ auf ein höheres Sicherheitsniveau zu bringen und langfristige Sicherheitsarchitekturen zu etablieren.

Zusammenfassend bietet das Umfeld Cyber Security ein breites Spektrum an Tätigkeiten – von hochstrategisch bis technisch forensisch. Gemeinsam ist allen Rollen das Ziel, Angriffe auf unsere digitale Welt abzuwehren und Schaden zu minimieren. Angesichts der aktuellen Bedrohungslage werden Cyber Security Experten in Zukunft noch gefragter sein als heute. Wer in diesem Bereich arbeitet, trägt maßgeblich dazu bei, die sichere digitale Zukunft mitzugestalten.

Interviews mit Mitarbeiter*innen im Bereich Cyber Security

Hi, Ich bin Paula

Consultant Cyber Security


„Gleichzeitig kann man sich hier individuell entfalten, Verantwortung übernehmen und sich weiterentwickeln.“ 

Paula ist seit 2022 bei Materna und arbeitet als Consultant Cyber Security. Im Gespräch mit unserer Online-Redaktion berichtet sie, wie sie vom Marketing ihren Weg in die IT gefunden hat, was sie an ihrem Team schätzt und warum sie sich bei Materna so wohlfühlt. 

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Hi, Ich bin Felix

Cyber Security Consultant

 

„Es ist immer eine sehr angenehme Atmosphäre und wenn wir mal fünf Minuten Luft haben, bleibt immer Zeit, um Späße zu machen.“ 

Felix ist seit 2023 bei Materna und berät Kunden im Bereich Cyber Security. Im Interview erzählt er, was ihn zum „Schweizer Armeemesser“ macht und warum Gedankenlesen die Superkraft seines Teams ist. 

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Hi, Ich bin Denny

Cyber Security Engineer


„Dass die Leitlinien bei Materna nicht nur nach außen getragen, sondern wirklich gelebt werden, macht die Arbeit besonders angenehm.“

Denny arbeitet als Cyber Security Engineer bei Materna. Wie abwechslungsreich dieser Beruf ist und welche Eigenschaften bei Bewerber:innen vorteilhaft sind, hat er unserer Online-Redaktion erzählt. 

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Hi, Ich bin Robert

Vice President Security Consulting

„Wer Spaß daran hat, Grenzen auszutesten, Dinge besser zu machen und den Finger in die Wunde zu legen, ist im Bereich Cyber Security genau richtig.“  

Robert ist seit 2021 bei Materna und verantwortet den Bereich Security Consulting. Im Gespräch mit unserer Online-Redaktion berichtet er, was es in seinem Job bedeutet, ständig am Puls der Entwicklung zu bleiben und was ihm das Team bedeutet.

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Hi, Ich bin Thomas

Senior Consultant Cyber Security

Jeden Tag gibt es neue Herausforderungen, neue Menschen, neue Themen.“

Thomas berichtet im Gespräch mit unserer Online-Redaktion, dass es bei seinem Job in der Cyber Security um mehr geht als nur Technik. Wie genau sein Arbeitsalltag aussieht und an was er sich besonders gerne erinnert, liest du im Interview. 

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Hi, Ich bin Hanna

IT Security Engineer

Neue Ideen und neue Lösungsansätze sind bei Materna grundsätzlich gerne gesehen. Das wird besonders gefördert und es entsteht viel Neues und Gutes.

Hanna arbeitet als IT Security Engineer bei Materna am Standort in Dresden. Was sie in ihrem Job nach China brachte, erzählt sie im Interview mit unserer Online-Redaktion. 

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Hi, Ich bin Andreas

Senior Security Consultant

„Die Menschen machen Materna aus. Die Atmosphäre ist eher bodenständig.“

Andreas arbeitet seit rund zehn Jahren als Senior Security Consultant bei Materna. Dabei schätzt er besonders das Miteinander bei Materna und die Möglichkeit, die Themen zu leben. Wie genau sein Arbeitsalltag aussieht und an was er sich besonders gerne erinnert, erzählt er unserer Online-Redaktion. 

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Cyber Security ganzheitlich denken – mit Materna als Umsetzungspartner

Moderne Cyberbedrohungen, regulatorische Anforderungen und neue Technologien wie Cloud und KI erfordern mehr als punktuelle Sicherheitsmaßnahmen. Materna unterstützt Unternehmen und öffentliche Auftraggeber dabei, Cyber Security strategisch, technisch und organisatorisch wirksam umzusetzen – von der Analyse über die Architektur bis zum sicheren Betrieb.
Erfahren Sie, wie wir Resilienz, Compliance und digitale Handlungsfähigkeit nachhaltig stärken und Cyber Security als belastbare Grundlage Ihrer Digitalisierung etablieren.

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FAQ

Ja. Angriffe richten sich längst nicht mehr nur gegen große Konzerne. Kleine und mittelständische Unternehmen gelten sogar häufig als leichtere Ziele, weil ihre Sicherheitsmaßnahmen oft weniger ausgereift sind. Automatisierte Angriffstools scannen weltweit ununterbrochen nach verwundbaren Systemen – unabhängig von Branche oder Unternehmensgröße.
Besonders betroffen sind diese Firmen durch:

  • Ransomware
  • Phishing
  • unsichere Remote- oder Cloud-Konfigurationen

Kleine und mittelständische Unternehmen sollten daher mindestens ein Basis-Sicherheitsniveau etablieren, um nicht zum „low hanging fruit“ zu werden.

Der Reifegrad kann anhand verschiedener Modelle bewertet werden, etwa:

  • BSI- oder ISO-27001-Reifegradmodelle
  • NIST Cybersecurity Framework
  • Maturity Assessments mit Punkten für Prozesse, Technik und Kultur

Typische Bewertungskriterien sind:

  • Incident-Response-Fähigkeit
  • Backup-/Recovery-Stand
  • Schulungsniveau
  • Technische Sicherheitsmaßnahmen
  • Compliance-Erfüllung

Ein Reifegrad-Modell zeigt, wo das Unternehmen steht – und welche Schritte als nächstes notwendig sind.

Der Bedarf variiert je nach Risikoprofil, aber allgemein gilt:

  • regelmäßig, typischerweise jährlich
  • anlassbezogen nach Änderungen in Infrastruktur, Software oder Netzwerken
  • bei regulatorischen Vorgaben auch häufiger (z. B. KRITIS, NIS2, Finanzsektor)

Regelmäßige Tests ermöglichen eine kontinuierliche Bewertung der aktuellen Bedrohungslage und unterstützen die Priorisierung von Sicherheitsmaßnahmen.

Viele Angriffe erfolgen heute indirekt über Drittanbieter oder Software-Komponenten. Eingesetzte Tools, externe Wartungszugänge oder unsichere Schnittstellen können ungewollt Angriffswege eröffnen. Cyber Security betrachtet daher nicht nur das eigene Unternehmen, sondern die gesamte Wertschöpfungs- und Lieferkette. Entscheidend sind klare Zugriffsregelungen, Risikobewertungen und regelmäßige Überprüfungen externer Partner.

Häufige Hinweise sind ungewöhnlich hohe Systemlast, unerwartete Logins, unbekannte Prozesse, veränderte Dateien, deaktivierter Virenschutz oder Warnmeldungen von Security-Systemen. Oft fällt auch ungewöhnlicher Netzwerkverkehr auf. Früherkennung ist entscheidend, da viele Angreifer monatelang unbemerkt im System bleiben können.

Besonders begehrt sind:

  • personenbezogene Daten (Identitätsdaten, Kundendaten)
  • Zugangsdaten und Passwörter
  • Finanz- und Zahlungsinformationen
  • geistiges Eigentum (Baupläne, Forschungsdaten, Produktdesigns)
  • interne Kommunikation und vertrauliche Geschäftsdokumente

Die Attraktivität hängt stark vom Weiterverkaufswert und möglicher Erpressbarkeit ab.

Passwörter werden häufig wiederverwendet, sind zu kurz oder zu einfach. Viele erfolgreiche Angriffe basieren auf Passwortdiebstahl, Credential Stuffing oder Brute-Force-Angriffen. Da Passwörter oft die einzige Schutzschicht darstellen, sind sie ein Hauptangriffspunkt.
MFA reduziert dieses Risiko erheblich.

Cloud-Anbieter verfügen meist über sehr hohe Sicherheitsstandards. Die größten Risiken liegen meist nicht beim Anbieter, sondern bei der Konfiguration:

  • Fehlende Zugriffsregeln
  • Offene Speichercontainer
  • mangelnde Identitätsverwaltung
  • unklare Verantwortlichkeiten

Cloud-Sicherheit hängt daher weniger von der Technologie ab, sondern von korrekter Umsetzung, Governance und Monitoring.

Unser Experte

Robert Stricker
Vice President Security Consulting

Robert Stricker ist Vice President Security Consulting bei Materna.

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