16.04.2026
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Versicherungen

Maternas Fraud Shield: Sichere Schadenmeldungen auf allen Kanälen

Stellen Sie sich vor: Ein Versicherter meldet einen Schaden schnell und unkompliziert über die App seines Vertrauens. Sekunden später ist die Meldung erfasst, der Betrugscheck abgeschlossen und der Prozess angestoßen. Kein Medienbruch. Kein manueller Eingriff. Kein Betrugsfall, der durchs Raster fällt. Das ist keine ferne Zukunftsvision. Das ist heute möglich. Und genau hier setzt Maternas Fraud Shield an.

Eddi Galesic
Account Manager Insurance

Key Takeaways

  • Omnichannel statt Medienbruch: Alle Schadenmeldungen laufen kanalunabhängig in einen einheitlichen Prozess
  • Fraud Prevention + Fraud Detection: Manipulierte Inhalte werden früh abgefangen, verdächtige Muster systematisch erkannt
  • Mehr als Betrugsabwehr: Fraud Shield ist zugleich ein pragmatischer Einstieg in die schrittweise IT-Modernisierung

Die Realität ist anders – noch

Am Anfang knallt’s. Ob Autounfall, versehentlich umgestoßener Fernseher oder ein aufs Haus gestürzter Baum: Jeder Schaden verursacht zunächst Ärger und Stress. Doch wie es danach weitergeht, könnte unterschiedlicher kaum sein. Denn Versicherte melden ihre Schäden heute auf vielen verschiedenen Wegen: per Anruf, per Mail, per Post, über eine App oder persönlich beim Makler.

Jeder dieser Kanäle setzt beim Versicherer einen anderen Prozess in Gang, oft mit eigenen Systemen, eigenen Datenformaten und eigenen Schwachstellen. Was Kundinnen und Kunden davon mitbekommen, ist meist wenig. Was im Hintergrund passiert, ist für Versicherer jedoch ein handfestes Problem.

Die Folgen sind bekannt: Daten müssen manuell übertragen und konsolidiert werden. Bearbeitungszeiten verlängern sich durch Prüfprozesse und Rückfragen. Inkonsistente Datenbestände erhöhen das Betrugsrisiko. Und der Personalaufwand steigt in einer Zeit, in der Fachkräfte ohnehin knapp sind.

Hinzu kommt ein weiterer Faktor: Versicherungsbetrug kostet die Branche jedes Jahr Milliarden. Tendenz steigend. Denn KI-generierte Schadensbilder und manipulierte Dokumente bringen klassische, rein manuelle Prüfverfahren zunehmend an ihre Grenzen. Die Frage ist daher nicht mehr, ob Versicherer ihre Prozesse modernisieren müssen, sondern wie schnell.

Der Wendepunkt: Omnichannel trifft Fraud Intelligence

Mit Künstlicher Intelligenz und beispielsweise Camunda als Orchestrierungsschicht lassen sich die internen Prozesse so harmonisieren, dass es am Ende keine Rolle mehr spielt, über welchen Kanal ein Schaden gemeldet wurde. Genau das ist die Grundidee eines modernen Omnichannel-Schadenmanagements.

Für Kundinnen und Kunden bedeutet das im besten Fall: möglichst wenig Veränderung. Sie melden ihren Schaden weiterhin auf dem für sie bequemsten Weg. Im Hintergrund läuft jedoch ein weitgehend automatisierter, intelligenter Prozess ab, der Meldungen vereinheitlicht, klassifiziert, auf Plausibilität prüft und direkt in die richtige Bearbeitung überführt.

Für Versicherer hingegen ändert sich fast alles. Alle Schadenmeldungen, unabhängig vom Eingangskanal, werden in denselben Prozess gelenkt. Camunda kann dabei End-to-End-Schadenprozesse über mehrere Kernsysteme hinweg steuern, alle Schritte revisionssicher dokumentieren und sowohl Dunkelverarbeitung in standardisierbaren Fällen als auch Human-in-the-Loop-Modelle ermöglichen.

Fraud Shield: Zwei Schutzschilde, ein System

Maternas Fraud Shield vereint dabei zwei Ansätze, die in der Praxis oft getrennt betrachtet werden: Fraud Detection und Fraud Prevention - wobei beide ineinandergreifen und aufeinander aufbauen.

Die Fraud Detection ist der standardmäßige Einstiegspunkt der meisten Schadenmeldung aus Sicht des Versicherers. Sobald eine Meldung eingeht, analysiert die KI alle übermittelten Inhalte auf Anomalien und Betrugsmuster - Texte, Sprachmitteilungen, Protokolle, Bilder und Videos. Stimmen die Metadaten eines Fotos mit Ort und Zeitpunkt des gemeldeten Schadens überein? Gibt es Hinweise auf Manipulationen in Dokumenten? Passt das Schadensbild zur Historie des Versicherten? Das Ergebnis dieser Analyse ist ein Risikoscore, der automatisch bewertet, wie wahrscheinlich ein Betrugsversuch vorliegt. Unauffällige Fälle werden direkt in die reguläre Bearbeitung weitergeleitet. Verdachtsfälle hingegen - also Meldungen mit einem erhöhten Risikoscore - werden automatisch markiert, priorisiert und an spezialisierte Sachbearbeitende übergeben. Das gilt auch bei hohem Aufkommen, etwa nach Unwettern oder Wintereinbrüchen.

Genau an diesem Punkt greift die Fraud Prevention. Sie ist dem Erkennungsprozess nachgelagert und wird gezielt dann aktiviert, wenn die Detection einen Risikoscore ermittelt hat, der einen Betrugsversuch vermuten lässt. Denn noch wirksamer als das Erkennen von Betrug ist es, ihn gar nicht erst weiter in den Prozess gelangen zu lassen. Fraud Shield prüft in Echtzeit, ob übermittelte Fotos oder Dokumente manipuliert wurden – und fängt sie ab, bevor die eigentliche Schadensbearbeitung beginnt.

Mehr als Betrugsabwehr: Einstieg in die Modernisierung

Fraud Shield kann dabei Ausgangspunkt einer tiefergehenden IT-Modernisierung sein. Denn mit der Integration entsteht erstmals ein strukturierter Blick auf die eigene, über Jahre gewachsene Systemlandschaft. Welche Legacy-Systeme liefern relevante Daten? Welche Schnittstellen existieren bereits? Welche müssen geschaffen werden? Wo liegen Datenbestände, die bislang zwar vorhanden, aber kaum nutzbar waren?

Fraud Shield schafft hier schrittweise Klarheit. Legacy-Systeme werden nicht schlagartig ersetzt, sondern bedarfsgesteuert und priorisiert angebunden. Jede dieser Anbindungen erweitert den Funktionsumfang, ohne den laufenden Betrieb zu gefährden. Gleichzeitig entsteht Transparenz über Datenflüsse, Prozessabhängigkeiten und Modernisierungspotenziale.

So schafft Fraud Shield die Grundlage für eine nachhaltige Transformation der IT-Landschaft. Materna begleitet diesen Weg als erfahrener End-to-End-Digitalisierungspartner mit hoher Integrationskompetenz in komplexen Umgebungen.

Messbare Vorteile auf mehreren Ebenen

Als Bestandteil eines modernen Omnichannel-Schadenmanagements schafft Fraud Shield messbare Vorteile auf mehreren Ebenen.

Auf der Kostenseite sinken manuelle Prüfaufwände, Betrugsverluste und Bearbeitungskosten. Auf der Risikoseite verbessert sich die systematische Betrugserkennung auch bei Lastspitzen und unabhängig vom Eingangskanal. Die schnellere Schadenbearbeitung wird zum spürbaren Servicefaktor für Kundinnen und Kunden.

Hinzu kommt ein praktischer Vorteil, den viele IT-Verantwortliche sehr schätzen dürften: Fraud Shield ist technologieagnostisch konzipiert und passt sich an bestehende Infrastrukturen an. Eine aufwendige Vorab-Migration ist daher nicht zwingend notwendig. Der Einstieg ist sofort möglich, die Weiterentwicklung erfolgt Schritt für Schritt. Der Kunde bestimmt das Tempo.

Der beste Zeitpunkt war gestern. Der zweitbeste ist heute.

Versicherungsbetrug wartet nicht. Und die Komplexität der Eingangskanäle wird nicht geringer. Wer weiterhin auf manuelle Prüfprozesse und getrennte Kanalwelten setzt, zahlt morgen den Preis: in Form unentdeckter Betrugsfälle, unnötig langer Bearbeitungszeiten und wachsender Belastung in der Sachbearbeitung.

Maternas Fraud Shield ermöglicht es Versicherern, zwei Herausforderungen gleichzeitig anzugehen: die Harmonisierung ihrer Eingangskanäle und den systematischen Schutz vor Betrug. Prevention und Detection greifen dabei ineinander. Und wer diesen Einstieg klug nutzt legt den Grundstein für eine schrittweise, wirtschaftlich sinnvolle Modernisierung der eigenen IT-Landschaft.

Eddi Galesic
Account Manager Insurance