11.08.2026
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Cyber Security

Cyber Security 2026: Diese Trends prägen Wirtschaft und öffentliche Verwaltung gleichermaßen

Cyber Security steht 2026 stärker denn je im Fokus von Unternehmen, Behörden und öffentlichen Einrichtungen. Laut der Lünendonk-Studie 2026: Der Markt für IT-Dienstleistungen in Deutschland stehen Cyber Security und Resilienz auf dem ersten Platz bei den Technologietrends. Künstliche Intelligenz verändert die Bedrohungslage, regulatorische Anforderungen nehmen zu und der Fachkräftemangel erschwert vielerorts die Umsetzung notwendiger Sicherheitsmaßnahmen. Die aktuelle ISG-Studie „Cybersecurity – Services and Solutions 2026“ zeigt, welche Entwicklungen den Markt derzeit prägen und welche Themen in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen werden. 

Dass die Herausforderungen längst keine theoretische Zukunftsfrage mehr sind, verdeutlicht auch das aktuelle Bundeslagebild Cybercrime des Bundeskriminalamts. Demnach verursachten Cyberangriffe in Deutschland im Jahr 2025 Schäden in Höhe von rund 202 Milliarden Euro. Gleichzeitig registrierten die Behörden mehr als 333.000 Cybercrime-Fälle.

Heike Abels
Referentin für Unternehmenskommunikation

Key Takeaways

  • Künstliche Intelligenz verändert sowohl Angriffe als auch Verteidigungsstrategien.
  • Fachkräftemangel und steigende Bedrohungen treiben die Nachfrage nach Managed Security Services.
  • Mittelstand, Behörden und kritische Infrastrukturen geraten zunehmend ins Visier von Angreifern.
  • Digitale Souveränität entwickelt sich zu einem wichtigen Entscheidungskriterium.
  • Cyber Security wird zunehmend zur strategischen Führungsaufgabe.

Cyber Security wird zur Managementaufgabe

Cyber Security ist längst kein reines IT-Thema mehr. Mit NIS-2, DORA und anderen regulatorischen Vorgaben steigen die Anforderungen an Governance, Risikomanagement und Compliance. Sicherheitsfragen rücken damit zunehmend in die Verantwortung von Geschäftsführungen, Behördenleitungen und Aufsichtsgremien. 

Gleichzeitig erwarten Organisationen heute Sicherheitskonzepte, die technische, organisatorische und regulatorische Anforderungen zusammenführen und die digitale Resilienz nachhaltig stärken.

KI verändert die Bedrohungslage

Einer der wichtigsten Trends ist der zunehmende Einsatz künstlicher Intelligenz. Laut ISG zählen KI-gestützte Angriffe zu den größten Cyber Security-Herausforderungen der kommenden Jahre. Angreifer nutzen KI, um Phishing-Kampagnen zu automatisieren, Deepfakes zu erstellen oder Schwachstellen schneller zu identifizieren. 

Auch das Bundeskriminalamt beobachtet, dass KI die technischen Einstiegshürden für Cyberkriminalität senkt und Angriffe effizienter sowie schwerer erkennbar macht. Gleichzeitig setzen Sicherheitsverantwortliche auf KI-basierte Analysen und Automatisierung, um Bedrohungen schneller zu erkennen und darauf zu reagieren. 

Fachkräftemangel und steigende Angriffe fördern Security Services

Während die Bedrohungslage wächst, fehlt vielen Organisationen das notwendige Fachpersonal. Besonders mittelständische Unternehmen und öffentliche Einrichtungen stehen vor der Herausforderung, steigende Sicherheitsanforderungen mit begrenzten Ressourcen zu bewältigen. 

Entsprechend steigt die Nachfrage nach Security Operations Centern (SOC), Managed Detection & Response (MDR) und weiteren Managed Security Services. Für den deutschen Markt prognostiziert ISG in diesem Bereich erneut ein Wachstum von über 15 Prozent. 

Behörden und kritische Infrastrukturen stärker im Fokus

Die zunehmende Bedrohung betrifft längst nicht mehr nur die Privatwirtschaft. Das BKA berichtet von Angriffen auf Kommunalverwaltungen, Stadtwerke und weitere Organisationen der öffentlichen Daseinsvorsorge. Gleichzeitig gehören Bundesbehörden und öffentliche Verwaltungen zu den am häufigsten adressierten Zielen hacktivistischer DDoS-Angriffe. 

Auch geopolitische Spannungen wirken sich zunehmend auf den Cyberraum aus. Die Zahl hacktivistischer Angriffsankündigungen und -meldungen gegen deutsche Ziele stieg 2025 deutlich an.

Digitale Souveränität gewinnt an Bedeutung

Neben Sicherheit rückt die Frage nach Kontrolle und Datenhoheit stärker in den Vordergrund. Unternehmen und Behörden achten zunehmend darauf, wo Daten verarbeitet werden und welchen rechtlichen Rahmenbedingungen Sicherheitsdienstleistungen unterliegen. Lösungen und Betriebsmodelle aus Deutschland oder der EU gewinnen dadurch weiter an Bedeutung. 

Das Quantenzeitalter wirft seine Schatten voraus

Noch vor wenigen Jahren galt Quantencomputing als Zukunftsthema. Heute beschäftigen sich erste Organisationen bereits mit den Risiken sogenannter „Harvest Now, Decrypt Later“-Angriffe, bei denen verschlüsselte Daten gesammelt werden, um sie später mit leistungsfähigen Quantenrechnern zu entschlüsseln. 

Entsprechend wächst der Bedarf an Strategien und Beratungsleistungen rund um Post-Quantum-Kryptografie und langfristige Datensicherheit. 

Was bedeutet das für Organisationen?

Die Studienergebnisse zeigen, dass Cyber Security heute weit über den Schutz einzelner Systeme hinausgeht. Gefragt sind ganzheitliche Ansätze, die Technologie, Prozesse, Compliance und digitale Souveränität zusammenbringen. Gerade für Unternehmen, Behörden und Betreiber kritischer Infrastrukturen wird Cyberresilienz zu einer dauerhaften Managementaufgabe. 

Genau an dieser Schnittstelle unterstützen Beratungs- und Security-Dienstleister wie Materna Organisationen dabei, ihre Sicherheitsstrategien weiterzuentwickeln, regulatorische Anforderungen umzusetzen und ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber neuen Bedrohungen nachhaltig zu stärken. Dass dieser Beratungsbedarf weiter wächst, zeigt auch die aktuelle ISG-Studie: Materna wird 2026 erstmals als Leader im Quadranten Strategic Security Services geführt und zählt damit zu den führenden Anbietern für Cyber Security-Beratung in Deutschland.

Fazit

ISG und das Bundeskriminalamt zeichnen ein ähnliches Bild: Die Bedrohungslage bleibt hoch und wird durch KI, geopolitische Konflikte und professionelle Täterstrukturen weiter verschärft. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Compliance, digitale Souveränität und Cyberresilienz. Für Unternehmen, Behörden und öffentliche Verwaltungen wird Cyber Security damit zunehmend zu einer strategischen Querschnittsaufgabe, die Technologie, Organisation und Governance gleichermaßen umfasst. 

 

Weitere Informationen

ISG Provider Lens 2026: Materna Leader für Strategic Security Services

Cyber Resilience Management

Heike Abels
Referentin für Unternehmenskommunikation

Heike Abels arbeitet bei Materna als Referentin für Unternehmenskommunikation. Sie betreut redaktionell verschiedene Formate für die externe Kommunikation. Thematischer Schwerpunkt ist der Bereich Cross Market Services. Dazu zählen Enterprise Service Management, Customer Service und Cyber Security.