Web-Applikation zur Überprüfung der Kompatibilität von Landmaschinen

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Web-Applikation zur Überprüfung der Kompatibilität von Landmaschinen

Materna entwickelt eine Web-Applikation, die Hersteller, Händler und Landwirte bei der Suche und Zusammenstellung kompatibler Landmaschinen unterstützt. Gemeinsam mit der Agricultural Industry Electronics Foundation (AEF) erweitert Materna die geschäftskritische Applikation kontinuierlich und sichert nun diese für die Zukunft mit der Verlagerung in die Cloud von Amazon Web Services (AWS).

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Landwirte im Hightech-Betrieb arbeiten häufig mit teuren, hoch technisierten Landmaschinen verschiedener Hersteller. Vorgegebene Normen sowie immer komplexere Hard- und Software erschweren jedoch die Kombination dieser Geräte. In der Folge funktionieren Zugmaschine und Anbaugeräte trotz elektrischer und mechanischer Kompatibilität häufig nicht zusammen. Standard-Software, die diese Problematik löst, gibt es bisher nicht.

Deshalb entwickelte Materna eine für die AEF geschäftswichtige Software-Applikation. Die intelligente webbasierte Maschinen- und Gerätedatenbank unterstützt Hersteller, Händler und Landwirte dabei, miteinander kompatible Maschinen für die Bewirtschaftung ihres Hofes zu bestimmen. Mithilfe der in der Datenbank erfassten Informationen lassen sich die hoch technisierten Landmaschinen vor einer kostspieligen Anschaffung möglichst optimal aufeinander abstimmen und zweifelsfrei bestimmen, ob sie zusammenpassen. Nur so ist der Geräteverbund in seinem vollen Funktionsumfang nutzbar.

Den passenden Geräteverbund finden

Die Web-Anwendung enthält Informationen zu Produktdaten, Testergebnissen und Zertifizierungen der Maschinen der verschiedenen Hersteller. Sie ist über einen Webzugang oder die entsprechende mobile App erreichbar. Nur Landmaschinen und -geräte, die dem weltweiten Standard ISO11783, auch ISOBUS genannt, entsprechen und erfolgreich von Testinstituten getestet wurden, erhalten ein Zertifikat der AEF und werden in der Datenbank gelistet. Die Suche darin gestaltet sich denkbar einfach: Der Anwender wählt zwei oder mehrere Datensätze für landwirtschaftliche Geräte aus, vergleicht sie miteinander und liest an der Schnittmenge ihre Kompatibilität ab. Die Datenbank zeigt sowohl die Funktionalitäten eines einzelnen Produktes als auch die von allen ausgewählten Produkten, die tatsächlich mit der gewählten Kombination genutzt werden können.

Produktinformationen und Kompatibilitätscheck nutzen Händler zur Unterstützung bei Verkaufsgesprächen, aber auch zur schnelleren Fehlerdiagnose im Kundendienst. Über den automatisierten Import von Händlerzugängen ist es Herstellern möglich, Berechtigungen für bestimmte Händler automatisch in ihren Systemen anzulegen und ihnen die Zugangsberechtigung für ihre Produkte innerhalb der Datenbank-Applikation zuzuweisen. Die Händler einiger Hersteller haben sogar einen noch einfacheren Zugang: Sie können über Single Sign-On direkt aus dem Portal des jeweiligen Herstellers die AEF-Datenbankapplikation aufrufen.

 Auch Hersteller profitieren

Diese Informationen bieten nicht nur Händlern und Landwirten große Vorteile. Hersteller profitieren von einem besseren Marktzugang: Die transparente Darstellung der Produktfunktionalitäten sowie Kompatibilitäten im Geräteverbund erleichtert den Informationsaustausch zwischen Herstellern, Händlern und Endkunden. Auftretende Kompatibilitätsprobleme können frühzeitig erkannt, über das angeschlossene Ticket-System direkt an den entsprechenden Hersteller weitergeleitet und dort behoben werden.

Darüber hinaus nutzen Hersteller die Lösung als neutrale Plattform für die Abwicklung von Konformitätstest durch unabhängige Testinstitute. Zertifikate dienen einmal als Nachweis für die Einhaltung gesetzter Standards, aber auch als Sicherheitsstempel. Für die Konformitätstest erhalten Testinstitute einen Zugang zur Applikation, bekommen gezielt die zu testenden Funktionalitäten vom Hersteller übergeben und führen die Zertifizierung aufgrund der vorhandenen Daten durch. Das vereinfacht und beschleunigt das Verfahren. Das Zertifikat wird anschließend in der Datenbank hinterlegt.

Über die webbasierte Plattform werden prozesskritische Informationen ausgetauscht. Um die sensiblen Daten der Landmaschinen vor Manipulationen zu schützen, hat Materna zusammen mit der secunet Security Networks AG eine Public Key Infrastruktur (PKI) integriert. Kernstück der Lösung sind digitale Zertifikate. Sie gewährleisten, dass es sich bei den verbundenen Traktoren, Anhängern und Bedienterminals um vertrauenswürdige Geräte handelt, die sicher zusammenarbeiten können und bestimmte Vorgaben und Sicherheitsbestimmungen einhalten. Nach einem erfolgreichen Test eines Geräts erhält dessen Hersteller ein digitales Zertifikat. Dieses wird in die Steuerungssoftware des getesteten Produkts integriert und durch das Gegenstück überprüft, sobald das System auf dem Feld startet.

Zu guter Letzt hat sich die Organisation von Hersteller-Treffen, sogenannten Plugfests, durch die Anwendung erheblich vereinfacht. Bei den Plugfests treffen sind ISOBUS Experten und Ingenieure aus den Mitgliedsfirmen, um die Softwarekomponenten zu testen.: Die Teilnehmer können sich online registrieren und am Ende wird die Teilnahme an der Veranstaltung über den Payment Service Provider PayPal

abgerechnet. Für die benutzerrollenspezifische Darstellung im Registrierungsformular der Datenbankapplikation, die Preisberechnung, PDF-Rechnungserstellung und den Rechnungsversand per E-Mail sowie die Abwicklung des Zahlungsverkehrs über PayPal sind entsprechende Funktionen in der Anwendung umgesetzt worden. Damit lassen sich einzelne Bausteine einer Veranstaltung entsprechend der Benutzerrolle des Teilnehmers darstellen.

Technische Komponenten

Materna realisierte die für die ISOBUS-Prozesse benötigte Technologieplattform und entwickelte die Java-basierte Anwendung. Die Datenbanktechnologie stammt von PostgreSQL. Darüber hinaus kommen verschiedene Apache Open-Source-Komponenten zum Einsatz, darunter der Suchdienst Solr. Seit mehr als zehn Jahren wird die AEF-Lösung weiterentwickelt. Zwecks Kostenersparnis und zur Schaffung einer soliden Basis in Bezug auf Performance und Sicherheit für die Zukunft, migrierte Materna die Applikation in die AWS-Cloud.

Mit der Cloud-Lösung gehen weitere Vorteile für den Betrieb der Anwendung einher. Die globale Verfügbarkeit sowie umfangreiche Security und Governance Standards sprechen für diese Lösung. Die AEF kann sich vorstellen, künftig weitere Services aus dem AWS-Portfolio zu nutzen. Eine Ausnahme ist das Hardware Security Module (HSM), dass Materna nach wie vor im eigenen Rechenzentrum betreibt. 2015 erhielt die Lösung den SIMA Innovation Award.

Individuelle Software-Lösungen

Die AEF-ISOBUS -Datenbank ist eine Webdatenbank und ein Muster-Beispiel dafür, dass essenzielle Funktionen oftmals nicht mit Standard-Software umzusetzen sind. Materna ist Spezialist für die Entwicklung individueller und herstellerübergreifender Lösungen für die geschäftskritischen Kernprozesse in Unternehmen und Behörden. Mit umfassender Beratung, agilen Methoden der Software-Entwicklung und einem professionellen Customizing werden individuelle Applikationen zum Erfolg. Die Anwendungen betreibt Materna sowohl im eigenen Rechenzentrum als auch in der Cloud oder bietet Managed Services.

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