NRW auf Vorreiterposition bei der Digitalisierung

Dortmund, 15.09.2017

Rund 600 Teilnehmer aus der öffentlichen Verwaltung und der Wirtschaft trafen sich vergangene Woche im Kongesszentrum Westfalenhallen in Dortmund beim 18. ÖV-Symposium. Im Fokus der sehr gefragten und erfolgreichen Veranstaltung standen aktuelle E-Government-Themen und der Status quo zur Umsetzung des E-Government-Gesetzes (eGovG). Hartmut Beuß, CIO des Landes NRW, zog in seinem Eröffnungsreferat Bilanz und gab zugleich das neue Servicekonto NRW ab sofort zur Anbindung an die Verwaltungsportale frei. Die Bürger können den Identifizierungsdienst ab dem 1. Januar 2018 für alle E-Government-Anwendungen nutzen.

Seit das E-Government-Gesetz (eGovG) im Jahr 2016 in Kraft getreten ist, hat sich in NRW viel getan. Helmut Binder, CEO des IT-Beratungsunternehmens Materna, verwies in seinem Eröffnungsreferat beim 18. ÖV-Symposium auf die guten infrastrukturellen Grundlagen, die in NRW bereits geschaffen wurden sowie auf die Vorbildwirkung für andere Bundesländer durch den kürzlich geschlossenen E-Akte-Rahmenvertrag.

Hartmut Beuß, CIO des Landes NRW, unterstrich, dass diese gemeinsame technische Lösung für die Landesverwaltung ein eindrucksvolles Indiz für die gewachsene länderübergreifende Bereitschaft in Richtung E-Government ist. Zudem wurden 23 Grundlagen-Projekte zur Umsetzung des eGovG auf den Weg gebracht. Die Herausforderung in den nächsten fünf Jahren für kommunale Behörden bestehe darin, Verwaltungsportale miteinander zu verbinden.

Ein Meilenstein in der Entwicklung des E-Government in NRW ist das neue Servicekonto NRW, mit dessen Hilfe sich die Bürger ab dem 1. Januar 2018 für alle Online-Anwendungen des Landes und der Kommunen in NRW nach einmaliger Registrierung identifizieren und authentifizieren können. Das Servicekonto NRW ist ein gemeinsames Angebot des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen und des Dachverbands kommunaler IT-Dienstleister (KDN). In seinem Eröffnungsreferat gab Hartmut Beuß das Servicekonto NRW ab sofort zur Anbindung an die Verwaltungsportale frei.

Servicekonto.NRW

Der Online-Identifizierungsdienst Servicekonto.NRW ermöglicht Bürgerinnen und Bürgern, sich mit einer zentralen Identität an allen Bürgerservice- und Verwaltungsportalen in NRW – und perspektivisch auch deutschland- und EU-weit – anzumelden. Die Registrierung erfolgt einmalig mit einem selbst gewählten Benutzernamen und Passwort. Noch im September wird die Anwendung um die Online-Ausweisfunktion des Personalausweises erweitert. Schrittweise werden auch die mobile Authentisierung und die Bereitstellung von Unternehmenskonten und der Postfachfunktion folgen. Die auf vorhandenen Governikus-Komponenten basierende Anwendung wird vom KDN-Dachverband kommunaler IT-Dienstleister betrieben.

ÖV-Symposium

Das seit vielen Jahren regelmäßig stattfindende ÖV-Symposium wurde unter der Schirmherrschaft des Beauftragten der Landesregierung für Informationstechnik (CIO) und Beteiligung der kommunalen Spitzenverbände in NRW durch das IT-Beratungsunternehmen Materna GmbH und die Infora GmbH organisiert. Mit über 600 Teilnehmern konnte die Veranstaltung auch in diesem Jahr einen neuen Besucherrekord verzeichnen. Die hohe Resonanz zeigt die große Bedeutung des Themas Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung. Das nächste ÖV-Symposium findet am 6. September 2018 in Münster statt.

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Networking vor dem Start des 18. ÖV-SymposiumsBildVergroessern Networking vor dem Start des 18. ÖV-Symposiums

Helmut Binder, CEO von Materna, begrüßt die Gäste.BildVergroessern Helmut Binder, CEO von Materna, begrüßt die Gäste.

Hartmut Beuß, CIO NRW, berichtet über den Umsetzungsstand des E-Government-Gesetzes in NRW.BildVergroessern Hartmut Beuß, CIO NRW, berichtet über den Umsetzungsstand des E-Government-Gesetzes in NRW.

Aktuelle E-Government-Themen in den PraxisforenBildVergroessern Aktuelle E-Government-Themen in den Praxisforen

INFORA Unternehmensberatung

Die INFORA GmbH, ein 100-prozentiges Tochterunternehmen von Materna, hilft Kunden im Rahmen von Modernisierungsvorhaben, ihre Effizienz zu steigern, indem sie ihre Strukturen, Prozesse und IT optimiert beziehungsweise neu ausrichtet. Diese Leistungen erbringt INFORA herstellerunabhängig und auf Basis fundierter Branchenkenntnisse, Methoden, Erfahrungen und Standards. 1980 in Köln gegründet, ist INFORA mittlerweile an den Standorten Berlin, München und Erlangen mit 60 Mitarbeiter vertreten. INFORA steht u. a. für IT- und Organisationsberatung, Strategieberatung Veränderungsbegleitung, Planung und Konzeption sowie Umsetzungs- und Einführungsbegleitung von Government-Prozessen, E-Justice-Initiativen, Digitalisierung der Verwaltungsprozesse, IT-Konsolidierung, IT-Organisation und IT-Compliance.

Materna GmbH

Als führender IT-Dienstleister beschäftigt Materna weltweit mehr als 1.900 Mitarbeiter und erzielte 2016 einen vorläufigen Umsatz von 223 Millionen Euro. Materna deckt das gesamte Leistungsspektrum eines Full-Service-Dienstleisters im Premium-Segment ab: von der Beratung über Implementierung bis zum Betrieb. Zielgruppen sind IT-Organisationen sowie Fachabteilungen in Unternehmen und der öffentlichen Verwaltung. Materna ist in sechs Business Lines organisiert: IT Factory, Digital Enterprise, Government, Communications, Mobility sowie das SAP-Beratungsunternehmen cbs aus Heidelberg.

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