Materna ist wichtiger Partner im internationalen Forschungsprojekt Medolution

Dortmund, 10.12.2015

Als mittelständisches Unternehmen beteiligt sich der Dortmunder IT-Dienstleister Materna GmbH kontinuierlich an internationalen Forschungsprojekten, in denen marktnah geforscht und entwickelt wird. Im Herbst 2015 ist das Forschungsprojekt Medolution gestartet, in dem die Herzforschung im Mittelpunkt steht. Materna unterstützt dieses Forschungsprojekt mit seinem Know-how in den Bereichen Cloud-basierte Verarbeitung von Big Data sowie automatisierte Vernetzung und Steuerung medizinischer Geräteensembles.

Eine der zentralen Herausforderungen im Gesundheitswesen ist die individuelle und langfristige Begleitung von chronisch erkrankten Menschen. Das jetzt gestartete, internationale ITEA3 Projekt Medolution – Medical Care Evolution – will dieser Herausforderung mit einem umfangreichen Telemonitoring begegnen. In Medolution arbeiten verschiedene Partner aus den Ländern Deutschland, Frankreich, Türkei und Kanada gemeinsam an einer technisch gestützten Fernüberwachung von Patienten. Das deutsche Teilprojekt nimmt dabei besonders Patienten mit einem Herzunterstützungssystem, umgangssprachlich auch Kunstherz genannt, in den Fokus.

Aufgrund der Knappheit von Spenderherzen werden heutzutage immer mehr dieser Systeme größtenteils als Dauerlösung implantiert. Sie haben das Ziel, Patienten mit einer schweren Herzinsuffizienz wieder ein möglichst normales Leben führen zu lassen. Um auch zuhause eine angemessene medizinische Unterstützung zu gewährleisten, ist die Einführung eines umfassenden und IT-gestützten Telemonitorings notwendig.

Das Telemonitoring-System soll neben Funktionen zur Datenerfassung, Vitalwerte- und Alarmüberwachung auch Steuerungsfunktionen zur optimierten Gerätekonfiguration des Herzunterstützungssystems und Notfallmaßnahmen enthalten. Störungen könnten so frühzeitig erkannt und sogar verhindert werden. Wichtig ist dabei, die Datensicherheit zu gewährleisten und systembedingte Gefährdungen auszuschließen.

Im Projekt Medolution werden die softwaretechnischen Voraussetzungen für diese neuartige medizinische Anwendung geschaffen. Hierzu entwickeln die deutschen Projektpartner, zu denen neben medizinischen Einrichtungen wie der Schüchtermann-Klinik Bad Rothenfelde und der Medizinischen Hochschule Hannover auch IT-Unternehmen wie Materna und Hochschulen gehören, sogenannte Big Dependable Systems (BDS). In diesen Systemen werden verschiedene Techniken wie Sensoren, Mobilfunk- und Cloud-Dienste sowie Big-Data-Verarbeitungen so vereinigt, dass der Träger eines Herzunterstützungssystems optimal überwacht werden kann.

„Noch steckt das IT-gestützte Telemonitoring in den Kinderschuhen. Medolution will hier Abhilfe schaffen und Patienten den Alltag erleichtern, die mit einem solchen Kunstherz leben müssen. Wir beteiligen uns hier mit unserem Know-how in den Bereichen Cloud Computing und IT Management von Geräteensembles“, berichtet Franz-Josef Stewing, verantwortlich für Forschungsprojekte bei Materna. Prof. Dr. Nils Reiss, Projektkoordinator aus der Schüchtermann-Klinik Bad Rothenfelde, ergänzt: „Diese Form des Telemonitorings ist bislang einzigartig und innovativ, könnte aber langfristig bei ständig wachsenden Patientenzahlen zu einem Standard werden. Daher ist es für den Standort Deutschland von hoher Relevanz, in dieser Pionierzeit maßgeblich mitzuwirken.“

Das deutsche Teilprojekt hat ein Projektvolumen von 4,8 Mio. Euro, wird mit 3,15 Mio. Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und läuft bis Ende 2018.

Materna GmbH

Als führender IT-Dienstleister beschäftigt Materna europaweit rund 1.600 Mitarbeiter und erzielte 2014 einen Umsatz von 192 Millionen Euro. Materna deckt das gesamte Leistungsspektrum eines Full-Service-Dienstleisters im Premium-Segment ab: von der Beratung über Implementierung bis zum Betrieb. Zielgruppen sind IT-Organisationen sowie Fachabteilungen in Unternehmen und der öffentlichen Verwaltung. Materna ist in sechs Business Lines organisiert: IT Factory, Digital Enterprise, Government, Communications, Mobility sowie das SAP-Beratungsunternehmen cbs aus Heidelberg.

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