Barrierefreiheit in der öffentlichen Verwaltung

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Behörden ohne Hindernisse

Barrierefreiheit für Software-Applikationen, Fachverfahren, Webseiten und Dokumente

Barrierefreiheit in der öffentlichen Verwaltung

Viele Menschen sind auf barrierefreie Internet-Angebote der öffentlichen Verwaltung angewiesen – das sogenannte inklusive Internet. Materna unterstützt Behörden auf allen Ebenen bei der barrierefreien Umsetzung und Überprüfung von Web- und Non-Web-Anwendungen, Fachverfahren, Webseiten und Dokumenten.

Barrierefreiheit bedeutet gleiche Chancen für alle

Barrierefreiheit ermöglicht es Menschen mit einer Behinderung oder Einschränkung an allen Bereichen des täglichen Lebens teilzunehmen. Sie stellt zudem sicher, dass diese Personen beliebige Software-Anwendungen bedienen sowie Webseiten und Dokumente lesen können. Eine barrierefreie Software ist auch für Menschen mit einer leichten Einschränkung wie zum Beispiel Farbfehlsichtigkeit, Altersweitsichtigkeit oder einer Schreib-Leseschwäche wichtig. So leben in Deutschland schon alleine rund vier Millionen Menschen mit einer Farbfehlsichtigkeit, können also beispielsweise rot und grün nicht unterscheiden, was die Nutzung mancher IT-Anwendungen einschränkt.

Behörden sollten daher ein großes Interesse daran haben, Bürger sowie Angestellte im öffentlichen Bereich gleichermaßen gut mit barrierefreien Inhalten und Anwendungen zu versorgen.

Warum ist Barrierefreiheit jetzt relevant?

Bereits seit dem Jahr 2002 gilt die Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung (BITV), an der sich bereits viele Behörden orientieren. Ab Juni 2021 gelten für Bund und Länder neue Nachweispflichten über den Stand der Barrierefreiheit von mobilen Applikationen sowie von Webseiten, inklusive von Intranets und Extranets der Behörden. Bund und Länder müssen der Zentralstelle für Barrierefreiheit umfassend über den Stand der Barrierefreiheit von Anwendungen Bericht erstatten, so will es die EU-Richtlinie 2016/2102. Diese Nachweise müssen ab Dezember 2021 den zuständigen EU-Stellen in Brüssel vorgelegt werden. Wer also seine Anwendungen, Webseiten und Inhalte bis dahin nicht barrierefrei anbietet, riskiert eine Verwarnung der EU-Kommission – bis hin zu einer Geldstrafe. Ergänzend muss jede Webseite einer öffentlichen Stelle spätestens ab dem 23.09.2020 mit einer Erklärung zur Barrierefreiheit ausgestattet sein, so will es die Harmonisierung der Barrierefreiheit in Europa. Auch muss die Webseite einen Feedback-Mechanismus bieten.

Leistungen von Materna für die Barrierefreiheit

  • Ganzheitliche Realisierung von barrierefreien Angeboten (Apps, Fachverfahren, Non-Web-Anwendungen, Webseiten oder Dokumenten)
  • Beratung zur Barrierefreiheit von Applikationen, Webseiten und Inhalten
  • Initiale Analyse zur Ermittlung des Grad der Barrierefreiheit
  • Test der Anwendung/Webseite auf Barrierefreiheit nach der aktuellen gesetzlichen Lage bzw. weltweiten Richtlinien (EN 301 549, WCAG 2.1)
  • Erstellung eines aussagekräftigen Prüfberichtes
  • Prüfbericht zeigt Auswirkungen einer fehlenden Barrierefreiheit für den Menschen und entsprechende Lösungen
  • Prüfbericht auch als Grundlage für die Erstellung der Erklärung zur Barrierefreiheit
  • Besprechung des Prüfberichtes
  • Unterstützung bei der Erstellung der Erklärung zur Barrierefreiheit
  • Coaching von Redakteuren zum Thema Barrierefreiheit 

Materna setzt sich aktiv ein

Die Experten von Materna haben sich aktiv an der Förderung von barrierefreien Lösungen beteiligt und an dem Projekt BIK (barrierefrei informieren und kommunizieren) mitgearbeitet. Durch die enge Zusammenarbeit mit diesem vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) geförderten Projekt wurde wertvolles Fachwissen für die Entwicklung und die praktische Umsetzung der BITV 2.0 (Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung) aufgebaut. Aktuell ist Materna als BITV-Test Prüfstelle Mitglied im BITV-Prüfverbund der BIK vertreten und überprüft in diesem Rahmen Internet-, Extranet- und Intranet-Auftritte auf ihre Barrierefreiheit (http://www.bitvtest.de).

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