Cloud-Computing: Industrielle IT-Services
Cloud-Computing ist in aller Munde. Doch während vor allem die IT-Anbieter große Hoffnung auf die neue Technologie setzen, verhalten sich die Anwender noch sehr zurückhaltend. Dabei ist Cloud-Computing beileibe keine Revolution der IT. Vielmehr verbirgt sich hinter dem oft unklar definierten Hype-Begriff die logische Weiterentwicklung bereits etablierter Methoden.
Am Höhepunkt der übertriebenen Erwartungen zu sein, ist nicht besonders angenehm. Aber für neue Technologien ist so etwas normal auf dem Weg zum flächendeckenden Einsatz, zumindest im so genannten „Hype Cycle“ des Marktforschungsunternehmens
Gartner. Cloud-Computing befindet sich laut dem Hype Cycle vom Juli 2009 nun in der ungünstigen Position, dass die Anwender und Anbieter unrealistische Erwartungen daran stellen. Noch zwei bis fünf Jahre werde es laut den Marktforschern dauern, bis Cloud-Computing auf breiter Front zum Einsatz kommt.
Aktuell sind die Anwender beim Thema Cloud-Computing in der Tat zurückhaltend. Laut einer Studie des Marktforschungsunternehmens Vanson Bourne, die im Auftrag von CA erstellt wurde, sind sich rund drei Viertel aller befragten deutschen Unternehmen nicht sicher, ob hinter Cloud-Computing ein tragfähiges Konzept steht. Zehn Prozent halten Clouds gar für eine kurzlebige Modeerscheinung. Das liegt nicht zuletzt daran, dass sich sehr unterschiedliche Angebote mit dem Wolken-Prädikat schmücken. Es gilt laut der Experton Group genau zu unterscheiden, bei welchen Offerten es sich tatsächlich um „echte“ Cloud-Angebote handelt. Allzu oft erliegen viele Anbieter der Versuchung, zum Beispiel Outsourcing-Services als Cloud Computing zu deklarieren, um damit auf der aktuellen Cloud-Welle mit zu schwimmen.
Cloud ist benutzerorientiert
In der Definition des Branchenverbands Bitkom wird Cloud-Computing durch vier Merkmale bestimmt: Zum einen wird der betreffende IT-Service mit Hilfe von Internet-Technologien erbracht. Dabei spielt es keine Rolle, ob dieser Dienst tatsächlich über das Internet oder über ein internes Netzwerk aus dem eigenen Rechenzentrum bezogen wird. Zweitens muss der Service standardisiert, also in einheitlicher Form, allen Benutzern zugänglich sein. Die Benutzer – so die dritte Anforderung – können den Service selbst bestellen, die IT-Abteilung ist nicht direkt in diesen Prozess involviert. Und schließlich sind die angebotenen IT-Services mit bedarfsorientierten Abrechnungsmodellen unterlegt. Damit ist Cloud Computing eine im besten Wortsinn industrielle Art, IT-Services anzubieten.
Das Konzept erlaubt zwei grundsätzliche Arten beim Vertriebsmodell: Cloud-Computing kann direkt über das Internet erfolgen, jeder Interessierte hat Zugriff auf die angebotenen Services. Dieses Konzept der Public Cloud verfolgt zum Beispiel Google mit seinen Office-Anwendungen Google Docs. Vor allem Unternehmen tun sich jedoch schwer mit der Vorstellung, IT-Services über diesen kaum kontrollierbaren Weg zu nutzen. Sicherheitsbedenken und rechtliche Vorgaben verhindern hier derzeit noch eine große Verbreitung. Eine Private Cloud, die exklusiv einem Kunden zur Verfügung steht, löst diese Probleme. Sie kann entweder im unternehmenseigenen Rechenzentrum oder bei einem Outsourcing-Dienstleister betrieben werden.
- Lesen Sie den vollständigen Artikel im aktuellen MATERNA Monitor
(JavaScript und Flash-Player erforderlich, alternativ: PDF-Format)
- Abonnieren Sie den MATERNA Monitor kostenfrei
- Abonnieren Sie unseren MATERNA-E-Mail-Newsletter
- Cloud-Lösungen von MATERNA
- Broschüre Cloud-Computing
- Nehmen Sie Kontakt mit uns auf




